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Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden

G-BA zieht positive Bilanz zu Erprobungsrichtlinien

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Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) sieht das Verfahren zur Erprobung von neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden auf einem guten Weg. „Nach einer Anlaufphase mit Lernprozessen auf allen Seiten hat sich inzwischen ein routiniertes und in einzelnen Schritten auch beschleunigtes Verfahren etabliert, das die Akzeptanz der Erprobungsregelung positiv beeinflussen wird“, erklärte Harald Deisler,Vorsitzender des Unterausschusses Methodenbewertung beim G-BA. Kürzlich hatte der G-BA die vierte Richtlinie zur Erprobung einer neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethode beschlossen. Weitere werden derzeit vorbereitet.

Das Instrument der Erprobung ermöglicht dem G-BA, Evidenz für Methoden zu ermitteln, deren Nutzen noch nicht belegt ist, die aber ein Potenzial haben. Seit dem Start der Erprobungsregelung hat der G-BA das Potenzial von 33 Untersuchungs- und Behandlungsmethoden bewertet. In etwas über der Hälfte der Fälle hatten die Antragsteller Unterlagen vorgelegt, die nach Auffassung des G-BA geeignet waren, das Potenzial der jeweiligen Methoden zu bestätigen. Dass bislang nur zu zwölf Methoden die Beratungen aufgenommen werden konnten, habe unter anderem daran gelegen, dass die Evidenz mitunter so gut gewesen sei, dass der G‑BA ohne Erprobung in die Nutzenbewertung eingestiegen sei.

Dass es lange gedauert habe, bis der G-BA die ersten Erprobungs-Richtlinien auf den Weg gebracht hat, hänge zudem insbesondere mit der gesetzlichen Vorgabe zu den Kosten zusammen, so Deisler. Bei Methoden, die maßgeblich auf einem Medizinprodukt beruhen, müssen sich die Medizinproduktehersteller oder Anbieter bereit erklären, die Studienkosten in einem bestimmten Umfang zu übernehmen. Nur dann darf der G-BA die Erprobungsrichtlinien beschließen. „Die Erfahrung hat gezeigt: Je früher sich die Unternehmen mit den Regelungen des G-BA und den zu erwartenden Kosten auseinandersetzen, umso reibungsloser laufen die Verfahrensschritte zur Sicherung der Kostenübernahme ab“, erklärte Deisler. Hierbei sei das Beratungsangebot hilfreich, in dem der G-BA die Unternehmen frühzeitig über die Anforderungen zu einzelnen Methode informiert.

Autor

 Hendrik Bensch

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