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Vorschlag von Ferdinand Gerlach

SVR-Vorsitzender: Ein Viertel der Kliniken in Ballungsgebieten schließen

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Nach Ansicht des Vorsitzenden des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, Ferdinand Gerlach, käme das deutsche Gesundheitswesen auch mit weniger Krankenhäusern aus. „Würden wir die Zahl der Krankenhäuser insbesondere in Ballungsgebieten reduzieren – wenn wir ein Viertel zumachen würden, würde sich die Qualität nicht verschlechtern – und würden wir unnötige Leistungen nicht mehr erbringen, hätten wir wieder mehr Pflegekräfte frei“, sagte er in einem Interview mit der Saarbrücker Zeitung. Derzeit gebe es falsche Anreizsysteme, die dazu führten, dass Ärzte und Kliniken „teilweise unnötige Diagnostik“ machten. Die Leistungen von Pflegekräften würden hingegen „nicht angemessen finanziert“, so Gerlach.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kritisierte den Vorschlag des Sachverständigenrats-Vorsitzenden scharf. Wenn ein Viertel der Krankenhäuser geschlossen würde, entstünde „ein Behandlungsnotstand allererster Ordnung in Deutschland“, so DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. In nahezu allen Regionen Deutschlands sei der Zugang zu medizinischer Versorgung inzwischen problematisch. Selbst in Großstädten wie Berlin gebe es Probleme, Geburtsabteilungen mit freien Aufnahmekapazitäten zu finden. „Zu Recht wird in der aktuellen politischen Diskussion der Stellenwert einer ausreichenden, guten und flächendeckenden Versorgung durch Krankenhäuser als besonderes sozialpolitisches Ziel hervorgehoben“, so Baum. „Die Schließung von Kliniken bei steigenden medizinischem Versorgungsbedarf der Bevölkerung kann auch keinen Beitrag zur Lösung der Pflegepersonalproblematik leisten.“

Autor

 Hendrik Bensch

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