250
Passwort vergessen

Krankenhäuser

Regierung will kritische Infrastruktur breiter definieren

  • News des Tages

Nach dem Willen von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) sollen künftig auch kleinere Krankenhäuser zur kritischen Infrastruktur zählen und somit IT-Sicherheitsstandards des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erfüllen müssen, um Cyberattacken abzuwehren. Die Bundesregierung wolle den Definitionsbereich der kritischen Infrastruktur im Krankenhausbereich erweitern, sagte de Maiziere am Mittwochvormittag bei Präsentation des BSI-Lageberichts 2017. Zunächst sei der Bereich „eng“ definiert worden, erklärte de Maiziere. Er gehe davon aus, dass auch die potenziellen Koalitionspartner FDP und Grüne die Ausweitung mittragen würden, sagte er auf Nachfrage von BibliomedManager, machte aber keine näheren Angaben, welche Kliniken künftig zur kritischen Infrastruktur zählen sollen.

Seit vergangenem Juli gehören Krankenhäuser zur kritischen Infrastruktur, wenn sie mehr als 30.000 Behandlungsfälle pro Jahr haben. Außerdem gehören Produktionsstätten und Abgabestellen im Bereich der Medizinprodukte mit einem Jahresumsatz von mehr als 90,6 Millionen Euro oder Apotheken dazu, die mehr als 4,65 Millionen Packungen pro Jahr abgeben, des Weiteren Labore, Transportsysteme und Kommunikationssysteme zur Auftrags- oder Befundübermittlung ab 1,5 Millionen Aufträgen im Jahr sowie Anlagen oder Systeme zur Steuerung von Entnahme und Weiterverarbeitung von Blutspenden ab 34.000 Produkten im Jahr.

Risiko IT-Vernetzung: Kliniken im Visier der Cyberhacker  

Autor

Dr. Stephan Balling

Zur Übersicht

Klinik-Newsletter abonnieren

Die wichtigsten News aus Krankenhäusern und der Gesundheitswirtschaft direkt in Ihr Postfach - täglich und kostenfrei!
Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich