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Notfallversorgung

Schleswig-Holstein: Vorstoß zu Öffnungszeiten von Portalpraxen

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Die schleswig-holsteinische Landesregierung soll sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass Anlauf- und Portalpraxen auch zu den vertragsärztlich vorgeschriebenen Sprechstundenzeiten geöffnet werden. Das hat der Landtag in Kiel am Mittwoch beschlossen. Nach derzeitigem Recht dürfen die Praxen nur an Wochenenden oder am Feierabend aktiv werden.

Bei 30 Prozent der Menschen, die in die Notfallambulanzen kämen, würde es sich um keine akuten Notfälle handeln, begründete die CDU den Antrag. Deshalb komme es immer wieder zu langen Wartezeiten. Um dies zu ändern, dürfe man die Patienten allerdings nicht von „Tresen zu Tresen“ schicken. Deshalb müsste die Patientensteuerung rund um die Uhr erfolgen. Die SPD-Fraktion enthielt sich bei der Abstimmung. Sie argumentiert, zunächst das Gutachten des Sachverständigenrates Gesundheit abzuwarten. Der Sachverständigenrat will seine Vorschläge im Frühjahr kommenden Jahres vorstellen. Zentrale Ideen, wie den Aufbau Integrierter Notfallzentren, hatten die Gesundheitsexperten Anfang September vorgestellt.

In Schleswig-Holstein gibt es derzeit 32 allgemeine Anlaufpraxen sowie zwölf Einrichtungen speziell für Kinder. Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung zufolge sind in dem Bundesland zwei Portalpraxen im Rahmen eines Modellversuchs in Betrieb. Dort sind die bisherigen Anlaufpraxen in die Notaufnahme umgezogen.

Autor

 Hendrik Bensch

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