250
Passwort vergessen

Personal

kkvd fordert Programm für mehr Pflegekräfte

  • News des Tages

Mit Blick auf den Fachkräftemangel in der Pflege hat der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (kkvd) zu gemeinsamen Anstrengungen aufgerufen. Es müsse eine „gemeinsame Initiative für ein Programm für mehr Pflegekräfte geben“, sagte der kkvd-Vorsitzende, Generalvikar Theo Paul, bei der Mitgliederversammlung des Verbandes heute in Berlin. Gegen den Fachkräftemangel seien unter anderem eine umfassende Ausbildungsoffensive sowie die „adäquate Refinanzierung“ der Tariflöhne von Pflegekräften in den Krankenhäusern notwendig. In den gerade gescheiterten Sondierungsverhandlungen seien die Parteien mit dem Fokus auf den Pflegebereich und die sektorenübergreifende Versorgungsplanung auf dem richtigen Weg zu einer zukunftsfesten Krankenhausversorgung gewesen, so Paul, der von der Mitgliederversammlung einstimmig wiedergewählt wurde. „Wir hoffen, dass diese Themen sowie das Bekenntnis zu einer auskömmlichen Finanzierung aller Krankenhausträger auch in einem künftigen Bündnis oben auf der Agenda stehen werden.“

Thema in Berlin waren auch die derzeit laufenden Gespräche über Personaluntergrenzen in sogenannten pflegesensitiven Bereichen im Krankenhaus. Bis Mitte kommenden Jahres müssen die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-SV) und der Verband der Privaten Krankenversicherung hierzu Regelungen festlegen.

Der Leiter der Abteilung Krankenhäuser beim GKV-Spitzenverband, Wulf-Dietrich Leber, bemängelte hierbei die Datenlage mit Blick auf das Pflegepersonal. „Wir haben kaum empirische Daten, um in diesem Bereich vernünftige Vorgaben zu machen“, so Leber. Es gebe keinen Überblick über Stationsbesetzungen und kaum deutsche Studien zu diesem Bereich. Ziel sei es deshalb, die Datenlage innerhalb eines Jahres zu verbessern. Seiner Ansicht ist es für die Festlegung von Anhaltszahlen auf der Bundesebene notwendig, dass künftig eine neutrale Stelle Dienst- und Belegungspläne einsammelt und auswertet. Dies könne in Form einer „Dienstplan-Spende“ geschehen - so wie es derzeit bei der DRG-Kalkulation durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) geschehe. Die Veranstaltungsteilnehmer in Berlin lehnten den Vorschlag jedoch durchweg ab.

Bei den Personalanhaltszahlen solle auf jeden Fall der Pflegebedarf der Patienten berücksichtigt werden, kündigte Leber an. Es müsse von Anfang an eine Form von Risikoadjustierung berücksichtigt werden. Es solle jedoch so organisiert werden, dass der Pflegebedarf nicht extra erfasste werden müsse, so Leber.

Autor

 Hendrik Bensch

Zur Übersicht

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche

Unsere Zeitschriften

f&w

Pflege und Krankenhausrecht

Meinung: Orientierungswert

Orientierungswert von Andreas Beivers

Brutto gleich Netto

  • Orientierungswerte

Orientierungswert von Bernadette Rümmelin

Gewagtes Experimentierfeld Notfallversorgung

  • News des Tages

Orientierungswert von Susanne Müller

Mut im Schatten der Koalitionskrisen

  • Orientierungswerte

Empfehlung der Redaktion

Weitblick und Menschennähe: f&w gedenkt Michael Philippi mit Nachrufen des langjährigen Chefredakteurs Stefan Deges sowie des BDPK und öffnet das Archiv für Philippis Artikel aus der ersten f&w-Ausgabe aus dem Jahr 1984

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich