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Disease-Management-Programme

BVA: „Datenschatz“ strukturierter Behandlungsprogramme besser nutzen

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Nach Ansicht des Präsidenten des Bundesversicherungsamtes (BVA), Frank Plate, soll sich der Umgang mit Daten chronisch Kranker aus Disease-Management-Programmen (DMP) ändern. Bislang würden die Daten „nicht optimal für die Versorgungsforschung genutzt“, sagte der BVA-Präsident bei einer Veranstaltung anlässlich des 15. Jahrestages der Einführung der DMP in Frankfurt. „Dabei kann man es sich nicht leisten, diesen einmaligen ,Datenschatz‘ ungenutzt zu lassen“, so Plate. Auch die Schulungsprogramme für die Patienten und die Teilnahmequoten seien noch verbesserungswürdig.

Die DMP sollen die Behandlung chronisch Kranker auf Grundlage neuester medizinischer Erkenntnisse verbessern und die Behandlungs- und Betreuungsprozesse koordinieren. Dass es dabei Änderungsbedarf gibt, hatte kürzlich auch Markus Müschenich, Managing Partner des Start-up-Incubators „Flying Health“, in der Fachzeitschrift f&w verdeutlicht. Seiner Ansicht nach sind die Behandlungsprogramme nicht mehr zeitgemäß, weil sie noch aus der „analogen Denkwelt“ stammten. Nach heutigem Stand der Technik müsse hingegen eine DMP-App die individuelle Therapieplanung übernehmen und den Versorgungsprozess koordinieren. 

Insgesamt haben sich aber aus Sicht des BVA die DMP als fester Bestandteil der deutschen Versorgungslandschaft durchgesetzt. Derzeit bieten alle Krankenkassen rund 10.000 Behandlungsprogramme an: für Brustkrebs, Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2, Asthma bronchiale, Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) und Koronare Herzerkrankungen (KHK). Im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) werden derzeit fünf weitere Indikationen beraten. Die Indikation Herzinsuffizienz ist dabei am weitesten fortgeschritten.

Autor

 Hendrik Bensch

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