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Krankenhausplan

Gutachter für mehr Klinik-Betten im Saarland

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Die Anzahl an Krankenhausbetten im Saarland könnte möglicherweise in den kommenden Jahren steigen. Im Rahmen der derzeit laufenden Ausarbeitung des Krankenhausplans für die Jahre 2018 bis 2025 hat ein Gutachten für das Gesundheitsministerium einen Bedarf von rund 300 Betten ermittelt. Das wäre ein Plus von rund fünf Prozent. Die zusätzlichen Betten werden laut Gutachten benötigt, weil die Fallzahlen in den kommenden Jahren ansteigen werden. Im vollstationären Bereich werde sich der Wert um 2,7 Prozent erhöhen, im teilstationären Bereich um 2,9 Prozent. Den größten Anstieg erwarten die Gutachter bei der Geriatrie mit einem Plus von 13,8 Prozent.

Das saarländische Gesundheitsministerium veröffentlichte zudem ein Gutachten zur Personalbesetzung im medizinischen und pflegerischen Bereich. Hintergrund ist die Absicht des Gesundheitsministeriums, in den Bereichen der allgemeinen Pflege und ärztlichen Behandlung Personaluntergrenzen und Qualifikationsanforderungen vorzugeben. In dem Gutachten wird dem Ministerium nun empfohlen, zunächst abzuwarten, bis die Selbstverwaltung oder das Bundesgesundheitsministerium pflegesensitive Bereiche und Vorgaben festgelegt hat. Erst danach solle sich eine saarländische Expertengruppe mit der Entwicklung weitergehender landeseigener Vorgaben befassen. Wie BibliomedManager heute erfahren hat, haben sich Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und GKV-Spitzenverband kürzlich auf sechs Bereiche geeinigt, in denen künftig Personaluntergrenzen gelten sollen.

Kritisch sehen sie die Datenlage zum Thema Personalbesetzung. „Eine Herleitung von schichtbezogenen Vorgaben zur Personalbesetzung (insbesondere für den Nachtdienst) ist mit den verfügbaren Daten nicht möglich“, heißt es. Die Gutachter des Kölner Beratungsunternehmens aktiva kritisieren in diesem Zusammenhang auch die Untersuchung, die der Hamburger Gesundheitsökonom Jonas Schreyögg für die Expertenkommission der Bundesregierung zum Pflegepersonal im Krankenhaus erstellt hat. „Die in der Studie benannten relevanten Fachbereiche lassen sich auf Grundlage verfügbarer wissenschaftlicher Studien nicht eindeutig herleiten“, heißt es. Die Ergebnisse sollte deshalb nicht für Vorgaben auf der Landesebene übernommen werden.

Autor

 Hendrik Bensch

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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