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Reaktion auf AOK-Untersuchung

BDC: Mindestmengen als alleinige Qualitätsindikatoren unzureichend

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Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC) sieht die Forderungen nach der Ausweitung von Mindestmengen, wie sie kürzlich der AOK-Bundesverband forderte, kritisch. Bessere Behandlungsergebnisse bei komplexen Maßnahmen könnten am besten durch eine Zentralisierung erreicht werden, erklärte BDC-Präsident Hans-Joachim Meyer. Vor allem in der onkologischen Chirurgie ließe sich die Ergebnisqualität ab einer bestimmten Anzahl von Operationen verbessern. „Aber genauso klar ist auch, dass Mindestmengen als alleinige Qualitätsindikatoren nicht ausreichen“, so Meyer. Wichtig sei auch, die Indikationsqualität zu berücksichtigen.

Mindestmengen generell auszuweiten sei daher keine Lösung, erklärte Meyer. Jede Anhebung der Mengen innerhalb der Chirurgie müsse detailliert geprüft werden. Dafür sollten evidenzbasierte Daten herangezogen werden.

Der AOK-Bundesvorsitzende Martin Litsch hatte in der vergangenen Woche eine Ausweitung von Mindestmengenregeln in der Onkologie gefordert. Auch bei anderen Indikationen, wie der Hüftendoprothetik, sei dies sinnvoll. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) solle auch Fallzahlen für Lungenkrebs und Brustkrebs regeln. Die Mindestmengen für onkologische Eingriffe an der Speiseröhre und der Bauchspeicheldrüse sollten erhöht werden.

Autor

 Hendrik Bensch

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