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SPD-Fraktionsführung

Schlechtes Ergebnis für Lauterbach

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Der prominente SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat bei den Wahlen zur Führung der Bundestagsfraktion ein vergleichsweise schlechtes Ergebnis eingefahren. Bei der gestrigen Abstimmung über die neuen Stellvertreter der Fraktionsvorsitzenden Andrea Nahles erhielt er 85 Ja-Stimmen, so wenige wie kein anderer der insgesamt neun neuen Fraktionsvizes. 32 SPD-Bundestagsabgeordnete stimmten mit Nein gegen Lauterbach (25 Prozent), neun enthielten sich und eine Stimme war ungültig.

Seinen Wahlkreis Leverkusen-Köln IV hatte Lauterbach bei der Bundestagwahl mit 7,9 Prozentpunkten Vorsprung vor seinem CDU-Herausforderer verteidigt, trotz geringer eigener Verluste von 2,7 Prozentpunkten. Die CDU verlor jedoch deutlich stärker bei den Erststimmen, sackte um 8,5 Prozentpunkte auf 30,8 Prozentpunkte ab. Deutliche Gewinne in dem Wahlkreis fuhren die AfD (aus dem Stand 8,7 Prozent) und die FDP (plus 4,3 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent) ein.

Über die Landesliste Nordrhein-Westfalen (NRW) wäre Lauterbach nicht in den Bundestag eingezogen. Er stand lediglich auf Platz 58. Die NRW-SPD hat nur noch 41 Abgeordnete, wobei sie 26 Direktmandate holen konnte und 15 Abgeordnete über die Landesliste ins Parlament kamen. Bei der gestrigen Wahl der Faktionsvorsitzenden erhielt der Außenpolitiker Rolf Mützenich mit 124 Ja- und lediglich drei Nein-Stimmen das beste Ergebnis. 

Autor

Dr. Stephan Balling

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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