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Studie

Digitalisierung: Klinik-Beschäftigte fühlen sich zu wenig beteiligt

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Die Beschäftigten werden bislang nicht ausreichend mit einbezogen, wenn Krankenhäuser neue digitale Technologien einführen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts Arbeit und Technik (IAT), die von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert wurde. Demnach fühlen sich weniger als 30 Prozent der befragten Arbeitnehmer rechtzeitig und umfassend informiert, wenn es um digitale Neuerungen geht. Lediglich 15 Prozent der Befragten gaben an, bei der Entwicklung technischer Lösungen umfassend beteiligt worden zu sein. Bei der Auswahl der Produkte wurden zwölf Prozent einbezogen, bei der Bewertung weniger als ein Viertel. An der Studie haben sich 648 Klinikbeschäftigte beteiligt.

Ob durch die Digitalisierung die Arbeitsbelastung für die Beschäftigten zu- oder abnimmt, lässt sich aus der Studie nicht eindeutig ableiten. Einerseits finden 61 Prozent der Beschäftigten, dass digitale Technologien ihre Arbeit erleichtern. Jeweils 40 bis 50 Prozent berichten, dass die Technik ihre Arbeit effektiver mache, ihnen Zeit erspare und die Patientenversorgung verbessere. Andererseits berichten auch zahlreiche Befragte von einer Arbeitsverdichtung: Ein Drittel der Befragten beklagt mehr Hetze und Leistungsdruck, die Mehrheit muss öfter mehrere Aufgaben parallel erledigen. Je ein Viertel fühlt sich bei der Arbeit häufiger gestört und am Arbeitsplatz stärker kontrolliert.

Auch die Einschätzungen zu den Auswirkungen auf die Beschäftigung fallen uneinheitlich aus: Ein Fünftel der Befragten berichtet, dass in ihrer Klinik durch die Digitalisierung Arbeitsplätze weggefallen seien. Knapp ein Viertel geht hingegen davon aus, dass zusätzliche Stellen entstanden sind.

Lesetipp:
Warum man die IT-Kompetenz von Patienten, Ärzten und Pflegekräften stärken muss (aus der Titelstrecke f&w 10/2017)

Autor

 Hendrik Bensch

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