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Digitalisierung

Krankenhausärzte bemängeln schlechte Software und fehlende Schulungen

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Krankenhäuser sind nach Ansicht der Ärztegewerkschaft Marburger Bund unzureichend auf die Digitalisierung vorbereitet. Bei einer Umfrage des Marburger Bundes, die heute in Berlin vorgestellt wurde, bemängelten die Klinikärzte vor allem, dass benutzerfreundliche Geräte und Computerprogramme sowie IT-Schulungen fehlten. Die Untersuchung unter 1.800 Ärzten zeigt zudem, dass häufig weiterhin eine Doppeldokumentation von Befunden stattfindet – auf Papier und zusätzlich in digitaler Form.

Zwar ist fast die Hälfte der Ärzte davon überzeugt, dass die Digitalisierung die medizinische Qualität ihrer Arbeit verbessern wird. Nur 19 Prozent sind jedoch mit der IT-Ausstattung an ihrem Arbeitsplatz zufrieden. Zudem finden laut der Umfrage in nur wenigen Krankenhäusern IT-Schulungen statt: Lediglich neun Prozent haben demnach eine Fortbildung erhalten. Auch mit den IT-Abteilungen zeigen sich die Ärzte unzufrieden: Rund ein Drittel bemängelte, dass Probleme nicht schnell genug behoben würden. Kritisch sahen viele außerdem, dass bei der Visite nicht alle Informationen, wie die Kurve, die Akte und die Patientendokumentation, digital zur Verfügung stehen. Bei etwas mehr als zwei Drittel der Befragten war das der Fall.

Die Ärztegewerkschaft fordert angesichts der Umfrageergebnisse mehr Geld: Bund und Länder sollten ein Sonderprogramm in Höhe von zehn Milliarden Euro für die kommenden sechs Jahre auflegen. Bei den Investitionen in die IT seien einheitliche Standards besonders wichtig, betonte Peter Bobbert, Bundesvorstandsmitglied des Marburger Bundes. Es bringe nichts, die besten Programme für einzelne Klinikbereiche zu haben, wenn diese nicht miteinander kompatibel seien. „Insellösungen sind nicht der Sinn des Ganzen“, so Bobbert.

Autor

 Hendrik Bensch

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