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Arzneimittel

G-BA-Vorsitzender will Bewertung von Krebsmitteln verschärfen

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Angesichts stetig steigender Kosten sollen Krebsmedikamente nach den Vorstellungen des unparteiischen Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Josef Hecken, künftig strenger geprüft werden. Die Mittel brächten den Patienten oft nur wenig mehr Lebenszeit, hätten aber oft starke Nebenwirkungen und seien sehr teuer, sagte Hecken der Deutschen Presse-Agentur. Er dringt deshalb auf Änderungen: „In Zukunft müssen neue Wirkstoffe schlechter bewertet werden, wenn keine Angaben zur Lebensqualität vorliegen“, so Hecken. Preisverhandlungen sollten zudem für ähnliche Medikamente gegen eine Erkrankung ermöglicht werden statt nur für einzelne Mittel. Sonst solle es pauschale Abschläge geben.

Zwar würden nach wie vor Onkologika überdurchschnittlich gut bewertet, erklärte Hecken. Nur jedem fünften der 88 insgesamt bewerteten Krebsmittel sei kein Zusatznutzen beschieden worden. Die meisten Therapien würden das Leben der Patienten jedoch im Durchschnitt lediglich um drei bis sechs Monaten verlängern. Zudem sind die Ausgaben für onkologische Arzneimittel in der ambulanten Versorgung in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Der Pharmaverband vfa kritisierte den G-BA-Vorsitzenden. Seine Aussage sei zynisch, sagte Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer. „Sie gehen an der Lebenswirklichkeit und dem Schicksal von Krebspatienten vorbei. Die Frage, welchen Wert das Überleben hat, ist eine höchstpersönliche Entscheidung und nicht die eines Verwaltungsgremiums“, so Fischer. Auch die Deutsche Stiftung Patientenschutz betonte, nur die Betroffenen könnten beurteilen, ob sie mehr Lebenszeit trotz Nebenwirkungen wollten.

Autor

 Hendrik Bensch

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