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Fusion

Charité und DHZB verständigen sich auf gemeinsames Herzzentrum

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Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) legen ihre Herz-Kreislaufeinrichtungen zusammen. Dies gaben die Spitzen beider Einrichtungen sowie Berlins Regierender Bürgermeister und Wissenschaftssenator Michael Müller (SPD) heute bekannt. Die Einrichtungen werden demnach zu einer wissenschaftlichen, klinischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Einheit, die den Namen Universitäres Herzzentrum Berlin (UHZB) tragen soll. Das UHZB soll für die universitäre Herzmedizin in Berlin die Aufgaben in Forschung, Lehre und Krankenversorgung übernehmen. Damit wird es nun doch zu einem Zusammenschluss kommen, nachdem ein erster Anlauf im Dezember gescheitert war.

Entscheidend für die Einigung war, dass sich die Verhandlungspartner auf eine Gesellschafterstruktur einigen konnten. Geplant ist, noch 2018 eine gemeinnützige GmbH zu gründen. An dieser sollen die Charité 51 Prozent und das DHZB als Stiftung bürgerlichen Rechts 49 Prozent der Anteile halten. Gemeinsam werden sie einen Ärztlichen Direktor für das neue Herzzentrum bestimmen. Die Investitionsplanung werden sie einstimmig verabschieden, den Wirtschaftsplan per Mehrheitsbeschluss. Durch die Änderungen wird das DHZB somit zu einer universitären Einrichtung.

„Ich bin extrem erleichtert und glücklich, dass diese Vereinigung zustande gekommen ist“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Charité, Karl Max Einhäupl. Die gemeinsame Einrichtung werde eine kritische Größe haben, mit der man mit anderen europäischen Herzzentren in Konkurrenz treten könne. Der Ärztliche Direktor des DHZB, Volkmar Falk, betonte die Vorteile für die Patienten durch die neue Größe des gemeinsamen Herzzentrums. „Nur in fachübergreifenden und überregionalen Herzzentren können hochspezialisierte Teams eingesetzt werden, die dank hoher Fallzahlen auch über eine entsprechende Routine und damit Behandlungssicherheit verfügen“, so Falk.

Das neue Herzzentrum wird drei Standorte in Berlin haben: den Campus Charité Mitte, den Campus Benjamin Franklin und den Campus Virchow-Klinikum. Während Charité und DHZB momentan noch 400 herzmedizinische Betten haben, sollen es künftig mehr als 500 Betten an den drei Standorten sein. Schwerpunktstandort soll der Campus Virchow-Klinikum werden. Hier werden die herzmedizinischen Einrichtungen des DHZB und der Charité zusammengeführt. Zudem ist dort ein Neubau geplant.

In einem ersten Bauabschnitt am Standort Campus Virchow-Klinikum ist geplant, ein Gebäude mit fünf Operationssälen und fünf Herzkatheterlaboren zu errichten. Hier sollen die gesamte Kardiologie für Erwachsene der Charité und der DHZB zusammengeführt werden. Zudem ist vorgesehen, dort einen kleineren Teil der Herzchirurgie für Erwachsene und die neue Zentrale Notaufnahme der Charité am Campus Virchow-Klinikum unterzubringen. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt sollen rund 110 Millionen Euro betragen. Nach den Vorstellungen Volkmar Falks soll der Bau in etwa fünf Jahren fertiggestellt sein. Der zweite Bauabschnitt soll der Aufnahme der herzchirurgischen Kapazitäten für Erwachsene und der Kinderkardiologie und Kinderherzchirurgie dienen.

Autor

 Hendrik Bensch

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