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Komplizierte Operationen

Umfrage: Viele Bürger befürworten Mindestmengen

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Ein Großteil der Deutschen hält Vorgaben für Mindestmengen für komplizierte Operationen laut einer Umfrage für sinnvoll. Gleichzeitig befürchten jedoch viele Bürger, künftig nicht mehr in ihrem Wunschkrankenhaus behandelt zu werden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der AOK Hessen. Demnach begrüßten 86 Prozent der Befragten Mindestmengenregelungen in Krankenhäusern. Etwas mehr als jeder zweite Befragte sorgt sich jedoch, dass für viele der Weg zum Krankenhaus länger wird. Ungefähr genauso viele befürchten, künftig nicht mehr in ihrem Wunschkrankenhaus behandelt werden zu können.

Unterm Strich würden sich laut der Untersuchung fast alle Befragten eher für eine Klinik entscheiden, die eine Mindestzahl an Operationen und Behandlungen in einem Fachbereich nachweisen kann. Drei Viertel der Befragten würden für einen Eingriff einen weiteren Weg in eine Klinik fahren, wenn sie dadurch eine nachweislich bessere Behandlungsqualität erwarten können. Durchschnittlich würden sie dafür eine Entfernung von 132 Kilometern in Kauf nehmen.

In Deutschland sind Mindestmengen zurzeit für sieben Leistungsbereiche vorgeschrieben. Dazu zählen etwa schwierige Eingriffe an der Speiseröhre und der Bauchspeicheldrüse sowie Leber- und Nierentransplantationen. Nach Ansicht der AOK sollten Untergrenzen künftig auch für komplizierte Lungen- und Brustkrebsoperationen gelten. Auch Helios-Vorstand Ralf Kuhlen spricht sich in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „f&w - führen und wirtschaften im Krankenhaus“ für mehr und schärfere Vorgaben aus. Der GKV-Spitzenverband hatte hierzu kürzlich mitgeteilt, neue Mindestmengen im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zu beantragen.

Autor

 Hendrik Bensch

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