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Pfeiffer: Zuwanderung entlastet GKV-Finanzen

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Die Zuwanderung von EU-Bürgern und Flüchtlingen wirkt sich positiv auf die finanzielle Situation der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aus. Das erklärte die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Im Jahr 2016 seien vor allem junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren neu in das Versicherungssystem gekommen. „Da die zugewanderten Neumitglieder jünger sind als der Durchschnitt aller gesetzlich Versicherten und darüber hinaus auch noch weniger Leistungen in Anspruch nehmen als die gleichaltrigen bisherigen Versicherten, führen sie zu einem doppelten Entlastungseffekt“, so Pfeiffer. Sie stabilisierten die Finanzen und – zumindest vorübergehend – den Altersdurchschnitt aller Mitglieder in der GKV.

Die Entlastung werde jedoch nur wenige Jahre anhalten, so Pfeiffer. Dann würde aus einem zugewanderten Mitglied ein durchschnittliches Mitglied, was das Verhältnis von Kosten und Beitragseinnahmen betreffe. „Wer auch immer die nächste Regierung stellen wird, muss die gute finanzielle Situation nutzen, um die Weichen für die Zukunft zu stellen“, sagte die Chefin des GKV-Spitzenverbandes.

Geflüchtete sind während ihres Asylverfahrens nicht gesetzlich krankenversichert. Ihre Leistungen werden in dieser Zeit von den Kommunen und Ländern gezahlt. Wenn ihr Asylantrag anerkannt wird, können sie GKV-Mitglieder werden. Sollten sie selber ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können, stehen ihnen Sozialleistungen zu.

Autor

 Hendrik Bensch

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