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Krankenhausschließung

Paracelsus-Klinik Karlsruhe-Durlach steht vor dem Aus

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Die Paracelsus-Klinik Karlsruhe-Durlach wird voraussichtlich Ende Februar schließen. Vorbehaltlich der Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen, den Krankenkassen und dem Sozialministerium in Baden-Württemberg werde die Klinik den Betrieb einstellen, teilten die Paracelsus-Kliniken mit. Die Schließung des Krankenhauses ist Teil des Sanierungsplans, den die Klinik-Gruppe derzeit umsetzt.

Das Karlsruher Krankenhaus befindet sich schon seit längerer Zeit in einer schwierigen finanziellen Lage. 2015 musste aufgrund von Hygieneproblemen die Sterilisationsabteilung schließen. „In Folge dessen kam es durch den dadurch verursachten Vertrauensverlust zu erheblichen Rückgängen der Patientenzahlen“, heißt es in der Mitteilung der Paracelsus-Kliniken. Die damit einhergehende Abwanderung von Leistungsträgern hätte die Zahl der Einweisungen darüber hinaus belastetet. „Die Klinik hat sich nach dem Ausfall der Sterilisationsabteilung in 2015 wirtschaftlich nicht mehr erholt“, so Reinhard Wichels, Generalbevollmächtigter (CRO) bei den Paracelsus-Kliniken. „Wir bedauern die Schließung außerordentlich. Diese Entscheidung ist niemandem leichtgefallen.“ Verkaufsgespräche mit Interessenten seien bislang erfolglos geblieben.

Mit Blick auf einen Wechsel der Patienten in andere Häuser führt die Klinik bereits Gespräche mit anderen Krankenhäusern. Ihren 222 Beschäftigten will die Paracelsus Klinik helfen, möglichst umgehend wieder eine neue Anstellung zu finden. Für einige der Beschäftigten gebe es möglicherweise Perspektiven innerhalb des Konzerns. Außerdem interessierten sich umliegende Krankenhäuser bereits für Beschäftigte der Durlacher Klinik.

Die Schließung des Karlsruher Krankenhauses ist ein Baustein der Sanierung der gesamten Paracelsus-Gruppe. Die Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH & Co. KGaA hatte im Dezember einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Der Sanierungsbedarf war entstanden, nachdem einzelne Standorte der Gruppe erhebliche Verluste geschrieben hatten. Darunter war auch der Standort in Karlsruhe-Durlach.

Autor

 Hendrik Bensch

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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