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Organspenden

Ärztevertreter wollen Transplantationsbeauftragte entlasten

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Angesichts der weiter rückläufigen Zahl an Organspenden in Deutschland sollten künftig Transplantationsbeauftragte in Krankenhäusern für ihre Tätigkeit freigestellt werden. Das fordern Vertreter der Ärztekammern Westfalen-Lippe (ÄKWL) und Nordrhein (ÄKNO). Die Rahmenbedingungen der Arbeit der Transplantationsbeauftragten sollten künftig mit verbindlichen Regeln im Landeskrankenhausgesetz festgeschrieben werden.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung sprachen sich die Präsidenten der Kammern, Theodor Windhorst (ÄKWL) und Rudolf Henke (ÄKNÖ), für die „bayerische Lösung“ aus: In Bayern werden die Beauftragten seit vergangenem Jahr für ihre Arbeit freigestellt. Dieser Weg trage besser den Aufgaben der Transplantationsbeauftragten im Organspendeprozess Rechnung, so Henke. Zu den Aufgaben zählt unter anderem die Kontrolle der Zusammenarbeit zwischen Entnahmekrankenhäusern, Transplantationszentren und der Deutschen Stiftung Organtransplantation, Dokumentationsaufgaben sowie die Begleitung von Angehörigen. „Damit die Transplantationsbeauftragten diese Aufgaben umfänglich erledigen können, braucht es verbindliche Regelungen zu deren Freistellung und Honorierung“, sagte Henke.

Es sei „ein ganzes Bündel an Maßnahmen“ notwendig, um die Situation der Organspende in Nordrhein-Westfalen zu verbessern. Dazu zähle auch, die Krankenhäuser personell und finanziell in die Lage zu versetzen, diese Aufgabe zu erfüllen. Krankenhäuser dürften nicht draufzahlen, wenn sie eine Organentnahme durchführen. Zudem sei es wichtig, die Transplantationsbeauftragten gut zu schulen. Sie sollten alle zwei Jahre an Auffrischungskursen teilnehmen.

Wie kürzlich bekanntgeworden war, gab es im vergangenen Jahr so wenig Organspender wie noch nie in Deutschland. Die Zahl sank um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Autor

 Hendrik Bensch

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