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Notfallversorgung

Kassen wollen Hälfte der Kliniken ausschließen

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In der Debatte über eine Reform der Notfallversorgung legt der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV) nach. „Ein Krankenhaus, das keine Intensivstation hat, sollte auch nicht an der Notfallversorgung teilnehmen“, forderte Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretender GKV-SV-Vorsitzender, am Dienstagabend bei der Veranstaltung „GKV live“ in Berlin, und wies ferner darauf hin, dass damit rund die Hälfte der heute an der Notfallversorgung teilnehmenden Kliniken nicht mehr an der Versorgung teilnehmen dürften. 

Der Krankenkassenvertreter sprach sich außerdem für einen gemeinsamen Tresen in den Krankenhäusern von Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) und Kliniken aus, um eine Triage der Patienten vorzunehmen und diese in KV-Praxen oder Kliniken zu leiten. „Dabei lassen wir uns gern auf die Diskussion ein, ob ein Arzt oder eine erfahrene Pflegekraft die Triage vornimmt“, sagte von Stackelberg und nahm dabei Bezug auf das Konzept des Sachverständigenrates zur Reform der Notfallversorgung.

Lothar Riebsamen (CDU), Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Gesundheitsausschuss der Parlaments, plädierte für eine bessere Patientensteuerung mittels einer gemeinsamen Leitstelle von Rettungsdienst (112) und ärztlichem Bereitschaftsdienst (116117). Für den Fall, dass ein Patient in die Ambulanz eines Krankenhauses kommt, ohne zuvor eine dieser Nummern angerufen zu haben, schlug Riebsamen vor: „Wer ohne Termin ins Krankenhaus kommt, der muss am längsten warten.“

Autor

Dr. Stephan Balling

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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