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Digitalisierung

DAK: Deutschland verliert Anschluss

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Die Bundesrepublik liegt in puncto Digitalisierung des Gesundheitswesens hinter Ländern wie Dänemark, Spanien und den Niederlanden, wo die digitale Durchdringung wesentlich weiter fortgeschritten ist als hierzulande. Das machte Andreas Storm, Vorsitzender des Vorstands der Krankenkasse DAK Gesundheit, am Donnerstagmorgen bei der Präsentation des DAK-Digitalisierungsreports 2018 deutlich. „Deutschland droht, bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen den Anschluss zu verlieren. Ich hoffe, dass der Abstand Deutschlands zur globalen Entwicklung nicht so groß wird, dass wir ihn nicht mehr schließen können“, sagte Storm. 

Er verlangte von der Politik einen „Masterplan“. Storm: „Dieser muss vor allem das Ziel verfolgen, den Aufbau der Telematikinfrastruktur zu beschleunigen und die Interoperabilität von digitalen Systemen im Gesundheitswesen herzustellen.“ Heute gebe es mehr als 100 IT-Systeme im Gesundheitswesen, die digital nicht anschlussfähig seien. 

Der aktuelle Report zeige mittlerweile auch ein „Umdenken der Ärzteschaft“, lobte Storm. 82 Prozent der Ärzte befürworten demnach eine ortsunabhängige Kommunikation mit ihren Patienten. „Das Fernbehandlungsverbot ist ein Anachronismus aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Es muss grundlegend modifiziert werden, um mehr Spielräume für Ärzte und Patienten durch digitale Lösungen zu schaffen“, sagte Storm und lobte ein entsprechendes Modellvorhaben in Baden-Württemberg.  

Autor

Dr. Stephan Balling

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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