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G-BA-Plenum

G-BA prüft TAVI-Erweiterung

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Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) beauftragt, die Richtlinie zu minimalinvasiven Herzklappeninterventionen (MHI-RL) zu evaluieren. In der MHI-RL legt der G-BA qualitätssichernde Mindeststandards für Krankenhäuser fest, die kathetergestützte Aortenklappenimplantationen (TAVI) oder Clipverfahren an der Mitralklappe durchführen wollen. Auf Basis des Evaluationsberichts, der bis zum 31. Dezember 2019 vorzulegen sei, werde der G-BA über die Weiterentwicklung der Richtlinie beraten, heißt es in einer Pressemitteilung vom Donnerstag. 

Geprüft werde, ob die Behandlungsmethode im Krankenhaus künftig auch bei Patienten freigegeben werden solle, die kein besonders hohes Risiko (wie beispielsweise ältere Patienten) aufweisen. Bisher ging der G-BA aufgrund der Studienlage davon aus, dass die Operation am offenen Herzen für Patienten mit mittlerem Risiko sicherer ist als der minimalinvasive Eingriff.

Lesetipp: TAVI vor der Schiedsstelle

Welche Krankenhäuser dürfen TAVI-Leistungen erbringen? Solche, die über eine Kardiologie verfügen, oder auch solche, die einen herzchirurgischen Versorgungsauftrag haben? Oder muss das Krankenhaus beide Fachabteilungen besitzen? Mit diesen Fragen haben sich in den vergangenen Jahren unterschiedliche Schiedsstellen im Bundesgebiet auseinandergesetzt.

Zum Fachartikel aus der Februar-Ausgabe von f&w.

„Der medizinisch-technische Fortschritt ermöglicht immer mehr Therapiealternativen. So können zum Beispiel Eingriffe an den Herzklappen offen chirurgisch oder minimalinvasiv durchgeführt werden“, erläuterte Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzende des Unterausschusses Qualitätssicherung, den Beschluss. Entscheidend für gute Ergebnisse sei die Qualität der Indikationsstellung. Diese habe der G-BA im Rahmen der sogenannten TAVI-Richtlinie erstmals in den Mittelpunkt einer Qualitätssicherungsmaßnahme des G-BA gestellt.

Die Richtlinie schreibe vor, dass die Indikation für eine minimalinvasive TAVI nach Beratung in einem interdisziplinären Herz-Team gemeinsam durch den Kardiologen und den Herzchirurgen gestellt werden müsse. „Die Evaluation soll untersuchen, ob sich unsere Richtlinien-Vorgaben bewährt haben. Wenn ja, wird im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der G-BA-Richtlinie zu entscheiden sein, ob die derzeit auf ältere Patienten mit hohem Behandlungsrisiko beschränkte Indikation zur TAVI gegebenenfalls auf Patienten mit mittlerem Risiko erweitert werden kann, wie dies neuere Daten aus randomisierte Studien nahelegen“, so Klakow-Franck.

Autor

Dr. Stephan Balling

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