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Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz präsentiert

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Ein Expertenteam aus Wissenschaft und Praxis hat heute in Berlin Empfehlungen vorgestellt, mit dem die Gesundheitskompetenz von Patienten gestärkt und das Gesundheitssystem „nutzerfreundlicher“ gestaltet werden soll. Konkret schlagen sie in ihrem „Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz“ vor, komplexe Verwaltungsprozesse im Gesundheitssystem zu vereinfachen und Ärzte und Pflegepersonal dabei zu unterstützen, mit Patienten verständlich zu kommunizieren. Auch die Forschung zum Thema Gesundheitskompetenz solle ausgebaut werden, empfehlen die Experten. „Mit dem Nationalen Aktionsplan gibt es nun einen wissenschaftlichen Leitfaden, der zeigt, wie die Gesundheitskompetenz in unserem Land bei der Bildung, Ernährung und Arbeit, aber auch durch einen verständlicheren Austausch zwischen Arzt und Patient gestärkt werden kann“, sagte Gesundheitsminister Hermann Gröhe, der als Schirmherr den Plan entgegennahm.

Der Aktionsplan geht auf eine Initiative von Experten der Universität Bielefeld, der Hertie School of Governance sowie des AOK-Bundesverbandes zurück. Krankenhäuser können ihrer Ansicht nach eine Rolle beim Thema Patientenbeteiligung spielen. „Partizipation ist für einen selbstbestimmten Umgang mit Gesundheitsproblemen und bei der Bewältigung von Krankheit überaus wichtig“, schreiben die Autoren. „Auch die Qualität der Versorgung kann daran bemessen werden, wie weit sie Nutzern Partizipation ermöglicht und diese damit in ihrer Gesundheitskompetenz stärkt.“ Sie empfehlen unter anderem, in den Versorgungseinrichtungen Standards zu entwickeln, wie die Entscheidungen der Patienten bei der Behandlung und Versorgung erfasst und berücksichtigt werden können. Zugleich schlagen sie vor, Patienten stärker bei der Wahrnehmung ihrer Rechte zu unterstützen.

Welchen Nachholbedarf es noch beim Thema Gesundheitskompetenz gibt, zeigt eine Begleitumfrage zum Aktionsplan. Nur etwa jede dritte Person sah sich in der Lage, im Internet seriöse von unseriösen Gesundheitsinformationen zu unterscheiden, ergab die Untersuchung im Auftrag des AOK-Bundesverbandes. Zwar gebe es bereits Qualitätssiegel für medizinische Internetseiten. 84 Prozent der Befragten kennen diese laut Umfrage jedoch nicht.

Autor

 Hendrik Bensch

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