250
Passwort vergessen

Pflege

Berlin startet Bundesratsinitiative zu Personaluntergrenzen

  • Pflege

Der Berliner Senat will erreichen, dass Untergrenzen für Pflegefachkräfte in allen Krankenhausbereichen eingeführt werden. Hierzu hat der Senat gestern eine Bundesratsinitiative gestartet. Durch die Vorgabe für alle Stationen und Notaufnahmen mit Pflegepersonal solle erreicht werden, dass „eine bedarfsgerechte Versorgung und Pflege“ sichergestellt ist, heißt es in dem Antrag. Um dies zu erreichen, soll eine Pflegekraft-Patienten-Verhältniszahl verwendet werden, die rund um die Uhr gelten soll. In die Berechnung des Personalschlüssels soll lediglich Fachpersonal einfließen.

Der Bundestag hatte bereits im vergangenen Jahr Personaluntergrenzen für alle pflegesensitiven Bereiche in Krankenhäusern beschlossen. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung und die Deutsche Krankenhausgesellschaft beraten derzeit, wie die Vorgaben umgesetzt werden sollen.

Dem Berliner Senat geht das jedoch nicht weit genug. Das Vorgehen berge die Gefahr, „dass nur ein kleiner Ausschnitt der Pflege in den Krankenhäusern erfasst wird“, heißt in der Pressemitteilung des Senats. „Verbindliche Personalschlüssel müssen in der Pflege aber umfassend gelten, also überall da, wo Pflegekräfte im direkten Patientenkontakt stehen.“ Die Kosten für das zusätzliche Pflegepersonal sollen nach den Vorstellungen des Berliner Senats die Kassen übernehmen. Die Gewerkschaft Verdi begrüßte gestern die Bundesratsinitiative. Sie sieht darin einen „richtigen Schritt“, um den Pflegenotstand zu lindern.

Ein ähnliches Vorhaben wie der Berliner Senat haben Union und SPD im Koalitionsvertrag festgehalten. Sie haben sich darin verpflichtet, im Falle einer möglichen neuen großen Koalition Personaluntergrenzen für alle bettenführenden Abteilungen einzuführen. Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) sehen das kritisch.

Autor

 Hendrik Bensch

Zur Übersicht

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche

Unsere Zeitschriften

f&w

Pflege und Krankenhausrecht

Meinung: Orientierungswert

Orientierungswert von Boris Augurzky

Organspende: Club der Willigen

  • News des Tages

Orientierungswert von Andreas Beivers

Brutto gleich Netto

  • Orientierungswerte

Orientierungswert von Bernadette Rümmelin

Gewagtes Experimentierfeld Notfallversorgung

  • News des Tages

Empfehlung der Redaktion

Weitblick und Menschennähe: f&w gedenkt Michael Philippi mit Nachrufen des langjährigen Chefredakteurs Stefan Deges sowie des BDPK und öffnet das Archiv für Philippis Artikel aus der ersten f&w-Ausgabe aus dem Jahr 1984

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich