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Arbeitnehmer fordern 6 Prozent mehr

Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst starten

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Heute Nachmittag beginnt in Potsdam die erste Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst. Vertreter von Arbeitgebern und Arbeitnehmern diskutieren dabei über die Entgelte des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) und den Tarifvertrag für die Versorgungsbetriebe (TV-V). In der Sparte Krankenhäuser, Pflege und Betreuung sind 469.000 Beschäftigte und Auszubildende betroffen. Die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund DBB verlangen eine Lohnerhöhung von sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Verhandlungen sollen bis Mitte April dauern.

Die Arbeitnehmerseite fordert unter anderem, dass Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden sollen. Außerdem soll die Regelung, dass Azubis nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung übernommen werden, wieder in Kraft gesetzt werden. Zudem will Verdi erreichen, dass der Nachtarbeitszuschlag in Krankenhäusern auf 20 Prozent angehoben wird. Darüber hinaus möchte die Arbeitnehmerseite erreichen, dass bei Wechselschichtarbeit die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen in die Arbeitszeit eingerechnet werden. Außerdem soll der Zuschlag für Samstagsarbeit auf 20 Prozent steigen. Die wirtschaftliche Lage sei gut wie lange nicht, begründete der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske im Vorfeld der Verhandlungen die Forderungen. An dem Aufschwung sollten auch die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes teilhaben.

Nach Berechnungen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) würden die Forderungen Mehrkosten in Höhe von 6,5 Milliarden Euro nach sich ziehen. „Dieses Volumen übersteigt bei weitem die Möglichkeiten der Kommunen und kommunalen Betriebe“, so der VKA. Trotz steigender Steuereinnahmen sei die Lage der Kommunen und der kommunalen Unternehmen nach wie vor schwierig, argumentiert der VKA. Die Gesamtverschuldung der Kommunen habe trotz guter Konjunktur nicht spürbar zurückgefahren werden können und betrage derzeit 141 Milliarden Euro. Zudem seien die Löhne im TVöD zwischen 2008 und 2017 nominal um 30 Prozent gestiegen, während sich die Tariflöhne in der Gesamtwirtschaft im gleichen Zeitraum nur um 25 Prozent erhöht hätten.

Bei der letzten Tarifeinigung im April 2016 hatten Arbeitgeber und Arbeitnehmer Gehaltssteigerungen von 2,4 Prozent ab März 2016 vereinbart. Ab Februar 2017 waren die Löhne um weitere 2,35 Prozent gestiegen.

Autor

 Hendrik Bensch

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