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Öffentlicher Dienst

Tarifverhandlungen: Positionen liegen noch weit auseinander

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Die erste Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen ist gestern ergebnislos zu Ende gegangen. Die Vertreter von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite haben die Gespräche zunächst genutzt, um ihre Positionen auszutauschen. Diese liegen derzeit noch weit auseinander. Als „schlichtweg nicht zu stemmen“ bezeichnete der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle, die Forderungen der Gewerkschaften. „Wir wollen kräftige Lohnerhöhungen durchsetzen“, betonte hingegen Frank Bsirske, der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi.

Angesichts einer starken Konkurrenz um Fachkräfte müsse mehr getan werden für die Attraktivität des öffentlichen Dienstes, so Bsirske. „Gute Arbeit muss gut entlohnt werden, wenn der öffentliche Dienst bei der Werbung um gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Wirtschaft mithalten will.“ Das werde nicht gelingen, wenn der öffentliche Dienst bei der Tariflohnentwicklung hinter andere Branchen zurückfalle. Die Gewerkschaft kündigte gestern Warnstreiks für den März an. Welche Branchen und welche Regionen davon betroffen sein werden, blieb jedoch offen.

Die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund DBB verlangen eine Lohnerhöhung von sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. VKA-Präsident Böhle bekräftigte gestern hingegen, dass die Arbeitgeberseite den Mindestbetrag ablehnt. „Zum einen würde dieser Mindestbetrag über alle Entgeltgruppen und Stufen gerechnet eine Gewerkschaftsforderung von insgesamt 7 statt nur 6 Prozent bedeuten“, so Böhle. Zum anderen führe dies dazu, dass Einkommen in den unteren Entgeltgruppen (bis EG 4) überproportional steigen würden. „Dies hat zur Folge, dass er vor allem die Einkommensgruppen verteuert, bei denen der öffentliche Dienst schon jetzt kaum noch wettbewerbsfähig ist“, erklärte der VKA-Präsident.

Die nächste Verhandlungsrunde findet nun am 12. und 13. März statt.

Autor

 Hendrik Bensch

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