250
Passwort vergessen

Gestuftes System

G-BA vertagt Beschluss zur Notfallversorgung

  • GBA

Die neuen Regeln für die stationäre Notfallversorgung verzögern sich weiter. Eigentlich war der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) gesetzlich verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2017 ein gestuftes System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern vorzulegen. In seiner Plenumssitzung am 16. März sollte das neue System beschlossen werden. Doch nun wurde das Vorhaben überraschend von der auf der G-BA-Internetseite veröffentlichten Tagesordnung gestrichen. Die Tagesordnung für den folgenden Termin am 5. April ist noch nicht öffentlich. Der Gesetzgeber hatte die Frist für den G-BA im Jahr 2016 bereits um ein Jahr verlängert.

Laut Gesetz (§136c Abs. 4) soll der G-BA in den Kliniken „für jede Stufe der Notfallversorgung Mindestvorgaben zur Art und Anzahl von Fachabteilungen, zur Anzahl und Qualifikation des vorzuhaltenden Fachpersonals sowie zum zeitlichen Umfang der Bereitstellung von Notfallleistungen differenziert festlegen“. Dabei seien auch die planungsrelevanten Qualitätsindikatoren zu berücksichtigen. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV) hatte seine Vorschläge für eine Reform der stationären Notfallversorgung bereits im vergangenen Jahr im Fachmagazin „f&w führen und wirtschaften im Krankenhaus“ konkretisiert. Der stellvertretende GKV-SV-Vorsitzende Johann-Magnus von Stackelberg forderte jüngst darüber hinaus, Krankenhäuser ohne Intensivstationen generell von der Notfallversorgung auszuschließen

Neben der Reform der stationären Notfallversorgung wird derzeit vor allem auch eine Neuordnung der ambulanten Notfallversorgung diskutiert. So auch auf dem 17. Nationalen DRG-Forum übernächste Woche in Berlin. In einem eigenen Workshop (Workshop 22: Notfallversorgung Reloaded) präsentieren dort Roland Laufer von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Johannes Wollf vom GKV-Spitzenverband, Berhard Gibis von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und Christian Wrede, Chefarzt des Interdisziplinären Notfallzentrums des Helios-Klinikums in Berlin-Buch, ihre Vorstellungen. Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD sieht für die ambulante Notfallversorgung einen gemeinsamen Sicherstellungsauftrag von niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern vor. Derzeit liegt dieser allein bei den Kassenärztlichen Vereinigungen. 

Themenseite "G-BA"

Innovationsfonds, Mindestmengen, Qualitätsvorgaben, Arzneimittel: News und Analysen rund um das mächtigste Selbstverwaltungs-Gremium im Gesundheitswesen auf unserer Themenseite "Gemeinsamer Bundesausschuss"

Autor

Dr. Stephan Balling

Zur Übersicht

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche

Unsere Zeitschriften

f&w

Pflege und Krankenhausrecht

Meinung: Orientierungswert

Orientierungswert von Andreas Beivers

Brutto gleich Netto

  • Orientierungswerte

Orientierungswert von Bernadette Rümmelin

Gewagtes Experimentierfeld Notfallversorgung

  • News des Tages

Orientierungswert von Susanne Müller

Mut im Schatten der Koalitionskrisen

  • Orientierungswerte

Empfehlung der Redaktion

Weitblick und Menschennähe: f&w gedenkt Michael Philippi mit Nachrufen des langjährigen Chefredakteurs Stefan Deges sowie des BDPK und öffnet das Archiv für Philippis Artikel aus der ersten f&w-Ausgabe aus dem Jahr 1984

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich