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GKV-Finanzergebnis

Krankenhäuser kritisieren magere Zuwächse

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kritisiert die vergleichsweise geringe Zunahme der Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur Finanzierung der Kliniken angesichts eines Überschusses in der GKV von mehr als drei Milliarden Euro im Jahr 2017. DKG-Präsident Gerald Gaß erklärte per Pressemitteilung: „Damit manifestiert sich die Situation, dass die Kassen unglaubliche Überschüsse haben, bei den Krankenhäusern aber das Geld fehlt.“ Gaß schlug vor, den Innovationsfonds von derzeit 300 Millionen Euro (künftig laut Koalitionsvertrag 200 Millionen Euro) pro Jahr auf eine Milliarde Euro anzuheben oder ein gezieltes Investitionsprogramm für Digitalisierung aufzulegen.

Es sei auch nicht akzeptabel, dass die Kassen weiterhin die Zuschläge für die Zentren verweigerten und sich der vollständigen Refinanzierung der Tarifsteigerungen bis dato entgegenstellten. Gaß: „Man kann nur hoffen, dass der im Koalitionsvertrag vorgesehene vollständige Tarifausgleich schnellstmöglich politisch umgesetzt wird. In ebenfalls schon negativer Tradition steht die Schätzung der angeblichen Experten im Schätzerkreis.“ Deren Schätzung der Ausgabenzuwächse sei wie jedes Jahr völlig überhöht gewesen, kritisierte der DKG-Präsident. Es ist deshalb an der Zeit, dass die Leistungserbringer endlich in den Schätzerkreis aufgenommen würden.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hatte vergangene Woche verkündet, dass die Finanzreserven der GKV 2017 laut dem vorläufigen Finanzergebnis auf einen Rekordwert von 19,2 Milliarden Euro geklettert seien. 

Weitere ausgewählte Daten:

  • Überschuss GKV 2017: 3,15 Milliarden Euro (2016: 1,62 Milliarden Euro)
  • Einnahmenzuwachs 2017 von 4,3 Prozent auf 233,72 Milliarden Euro
  • Ausgabenzuwachs 2017 von 3,5 Prozent auf 230,56 Milliarden Euro
  • Ausgabenzuwachs 2017 vertragsärztliche Behandlung: 4,9 Prozent 
  • Ausgabenzuwachs 2017 Hochschulambulanzen: 12,8 Prozent
  • Ausgabenzuwachs 2017 Psychotherapie: 4,9 Prozent
  • Ausgabenzuwachs 2017 Arzneimittel: 4 Prozent
  • Ausgabenzuwachs 2017 Krankenhäuser: 2,6 Prozent

Autor

Dr. Stephan Balling

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