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Baden-Württemberg

Über 2.000 Ärzte und Pflegekräfte fehlen

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1.600 unbesetzte Klinik-Stellen, 500 bedrohte Hausarztsitze: Die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG) und die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) bezeichnen in einer gemeinsamen Pressemitteilung den Mangel an Ärzten und Pflegekräften im Bundesland als alarmierend.

400 Arzt- und 1.200 Pflegefachkraft-Stellen seien laut BWKG-Umfrage in Baden-Württembergs Krankenhäusern unbesetzt. „Überdurchschnittliche Kosten und unterdurchschnittliche Erlöse – das muss beendet werden“ fordert der Vorstandsvorsitzende der BWKG, Detlef Piepenburg. Nur wenn marktgerechte Löhne auch finanziert würden, könnten Fachkräfte davon abgehalten werden, ins Ausland oder in andere Branchen abzuwandern. Mit verbesserten Arbeitsbedingungen würden auch mehr Teilzeit-Mitarbeiter ihre Arbeitszeit wieder aufstocken. Die BWKG bemängelt die im Vergleich zum Bundesdurchschnitt zu hohen Personalkosten in Baden-Württemberg und zugleich zu niedrigen Erlöse für Klinikleistungen. Die Mehrkosten beliefen sich landesweit jährlich auf rund 220 Millionen Euro.

BWKG und KVBW fordern von der Politik auf Bundes- und Landesebene, die Rahmenbedingungen und damit die Attraktivität der ärztlichen und die pflegerischen Berufe zu verbessern. Dazu zählten weniger Dokumentationsaufwand, eine angemessene Finanzierung der Leistungen in der ambulanten und stationären Versorgung und eine bundesweite Aufstockung der Studienplätze in Humanmedizin. Außerdem bemängeln sie fehlende Bestimmungen zu Inhalt, Finanzierung und Organisation einer generalistischen Pflegeausbildung. „Um diese Unsicherheiten zu beseitigen, muss die neue Bundesregierung schnell aktiv werden. Einen verlorenen Jahrgang in der Pflegeausbildung können wir uns nicht leisten“, so Piepenburg.

Autor

 Mark Sleziona

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