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Stationäre Notfallversorgung

Streit zwischen Montgomery und Hecken

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Zwischen dem Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery und dem Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), Josef Hecken, ist ein Streit um die Notfallversorgung entbrannt. Montgomery forderte gestern in einer Pressemitteilung eine konzertierte Aktion von Bund, Ländern und Selbstverwaltung für die Notfallversorgung in Deutschland. „Was wir nicht brauchen, sind unausgegorene Reformkonzepte, wie sie derzeit im Gemeinsamen Bundesausschuss beraten und womöglich demnächst beschlossen werden.“ Montgomery sprach sich insbesondere für eine aussagekräftige Folgeabschätzung für das geplante Stufenkonzept des G-BA aus, die unerlässlich sei, damit nicht zu einem Abbau von dringend notwendigen Versorgungskapazitäten komme. Die aktuelle Grippewelle habe die ohnehin schon angespannte Situation in den Ambulanzen noch einmal verschärft.

G-BA-Vorsitzender Josef Hecken wies die Kritik heute zurück. „Nach über zwei Jahren Beratungszeit eines Konzeptes der gestuften Notfallversorgung mit intensiven Diskussionen unter Einbeziehung der Länder und zwei Stellungnahmeverfahren ist es mehr als kühn, von „unausgegorenen Reformkonzepten" des G-BA zu sprechen. Mehr Erkenntnisse werden wir nicht generieren können“, erklärte er in einer heute veröffentlichten Stellungnahme. Der G-BA werde seinen gesetzlichen Auftrag sach- und zeitgerecht auf der Basis von belastbaren Leistungsdaten erfüllen „und keine weitere Verzögerungstaktik mittragen“. Dass Montgomery die Grippewelle als Argument ins Feld führe, sei „geradezu abenteuerlich“, so Hecken. Ein Krankenhaus, das, obwohl es keine Innere Abteilung und keine Intensivbetten habe, Notfälle aufnehme, könne auch keine akut gefährdeten schwer an Grippe Erkrankten adäquat behandeln.

 

 

Autor

 Florian Albert

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