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Kliniken fürchten "Kahlschlag" in der Notfallversorgung

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Der neu gewählte Vorsitzende des Vorstandes der Krankenhaushausgesellschaft Rheinland-Pfalz (KGRP), Bernd Decker, sieht die Pläne des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Notfallversorgung mit großer Sorge. Nach den vom GKV-Spitzenverband (GKV-SV) vorgeschlagenen Kriterien würden von den derzeit 94 Krankenhausstandorten in Rheinland-Pfalz künftig 67 nicht mehr an der Notfallversorgung teilnehmen können, so Decker . „Dies hat direkte Auswirkungen auf die Patientenversorgung in Rheinland-Pfalz, da viele dieser Standorte, zum Beispiel auch durch die Notarztgestellung, ein unerlässlicher Bestandteil der flächendeckenden Notfallversorgung sind.“ Für die Notfallversorgung der Patienten bedeute dies zum Teil deutlich weitere Wegstrecken.

Nach dem vom GKV-SV vorgeschlagenen Kriterien für die Teilnahmeberechtigung  an der Notfallversorgung würde sich in Teilen des Westerwaldes, der Eifel, des Hunsrücks und der Pfalz kein Krankenhaus mit Zulassung zur Notfallversorgung mehr finden, erklärte Decker. Es sei zudem zu erwarten, dass die Krankenkassen generell die Leistungsberechtigung von Notfällen in den nicht mehr an der Notfallversorgung teilnehmenden Krankenhäusern in Frage stellen würden. Unklar sei derzeit auch, ob die verbleibenden 27 Krankenhausstandorte mit Teilnahmeberechtigung an der Notfallversorgung überhaupt in der Lage seien, die zusätzlichen Patienten zu versorgen. Der KGRP-Vorstandsvorsitzende appelliert daher an die Landesregierung, die Pläne des G-BA zu stoppen, bis eine „valide“ Folgenabschätzung für das Land Rheinland-Pfalz vorliege.

Kürzlich hatten bereits die Kliniken in Niedersachsen die Befürchtung geäußert, dass die geplante Neuregelung in dem Bundesland etwa 60 Prozent der Krankenhäuser von der Notfallversorgung ausschließen würde.

Autor

 Hendrik Bensch

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