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Systemische Psychotherapie

Kritik: G-BA verzögert Zulassung

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Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) schiebt nach Ansicht der zuständigen Fachgesellschaft die Zulassung einer neuen Therapieform in der Psychotherapie über gesetzliche Fristen hinaus. „Es ist völlig unverständlich, wieso die anstehende Genehmigung sich so lange verzögert. Statt der vorgesehenen drei Jahre geht die Entscheidungsfindung im G-BA nun schon ins sechste Jahr“, kritisierte Sebastian Baumann, Vorstandsbeauftragter Psychotherapie der systemischen Gesellschaft. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Iqwig) habe der Systemischen Psychotherapie für sieben Indikationen – darunter Depression, Schizophrenie und Essstörungen – ihre Wirksamkeit bescheinigt. Für eine Zulassung als Kassenleistung seien lediglich drei nötig. „Der Abschlussbericht des Iqwig liegt dem G-BA seit einem Jahr vor“, sagte Baumann.

Er begrüßte das Vorhaben der Großen Koalition, die Verfahren im G-BA beschleunigen zu wollen. „Die Nicht-Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben muss Konsequenzen haben“, forderte Baumann. Unterstützung erhält die Systemische Gesellschaft vom SPD-Bundestagsabgeordneten Dirk Heidenblut. Auf seiner Internetseite gratulierte der Gesundheitspolitiker der Fachgesellschaft zur ihrem 25-jährigem Bestehen und lobte: „Durch sein Engagement hat der Verein einen großen Anteil daran, dass die Systemische Therapie bereits seit Ende 2008 als wissenschaftliches Psychotherapieverfahren anerkannt ist.“ Er hoffe, „dass die Selbstverwaltung in dem nunmehr fast sechs Jahre laufenden Prozess endlich kurzfristig positiv befindet“. Heidenblut weiter: „Gerade in der Familientherapie ist die systemische Therapie ein wichtiger Ansatz, der allen Versicherten zur Verfügung stehen muss.“

Autor

Dr. Stephan Balling

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