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Klinikstrukturen

Gaß: „Brauchen auch zukünftig die kleinen Krankenhausstandorte“

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Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, setzt sich für den Erhalt kleiner Krankenhäuser in ländlichen Regionen ein. Er schließe nicht aus, dass Krankenhäuser in bestimmten Regionen zusammengelegt werden, um Doppelstrukturen zu vermeiden, sagte Gaß gegenüber der Rhein-Zeitung. „Zugleich brauchen wir aber auch zukünftig die kleinen Krankenhausstandorte. Denn sie sind mehr als nur Akutversorger.“ Dort sei der Notarztwagen angesiedelt, das Personal dafür komme aus den Kliniken, und dort befänden sich die Bereitschaftsdienstzentralen der niedergelassenen Ärzte. „Die Krankenhäuser sind der Kern der gesamten Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, weil auch die niedergelassenen Ärzte mit den Kollegen in der Klinik kooperieren“, so Gaß.

Auch mit Blick auf Mindestmengen könnten kleinere Kliniken eine Rolle spielen, erklärte der DKG-Präsident. Wenn kleinere Standorte mit größeren zusammenarbeite würden und dessen Kompetenz nutzten, komme auch so das Erfahrungswissen letztlich beim Patienten an. „So schließen sich Mindestmengen und wohnortnahe Versorgung nicht aus“, sagte Gaß. Kliniken mit geringerer Auslastung zu schließen, erteilte er in dem Interview eine Absage. Ob eine Klinik bedarfsgerecht sei, hänge nicht vom Auslastungsgrad sondern von der Versorgungslage in der Region ab.

Bei der Klinikfinanzierung hält der DKG-Präsident Mehrausgaben in Höhe von fünf Milliarden Euro pro Jahr für nötig. Zum einen sei das Investitionsvolumen drei Milliarden Euro zu niedrig. Zum anderen sei eine Milliarde für die Finanzierung des Anstiegs der Tariflöhne erforderlich. Eine weitere Milliarde werde gebraucht, um die Defizite in der Notfallversorgung auszugleichen.

Gaß hatte sich bereits auf dem 17. Nationalen DRG-Forum Mitte März in Berlin zur Krankenhauspolitik der neuen Bundesregierung geäußert:

Autor

 Hendrik Bensch

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