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Umfrage

Ärzte sehen Fernbehandlung kritisch

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Die Pläne der Bundesärztekammer, auf dem kommenden Deutschen Ärztetag das Fernbehandlungsverbot weiter zu lockern, werden von vielen Ärzten und Medizinstudenten kritisch gesehen. Das zeigt eine Umfrage des Hartmannbundes. Demnach lehnten 60 Prozent der Befragten das Vorhaben ab, Patienten online zu behandeln, wenn sie diese vorher noch nicht persönlich gesehen haben. Das Ergebnis verdeutliche, dass es zur Online-Behandlung noch ein „hohes Maß an Diskussions- und Aufklärungsbedarf“ gebe, sagte der Vorsitzende des Hartmannbundes, Klaus Reinhardt.

Das Fernbehandlungsverbot sieht bislang vor, dass Ärzte Patienten nicht ausschließlich über Kommunikationsmedien, wie etwa per Videotelefonie, behandeln und beraten dürfen. Nur bei Patienten, die bereits einmal bei dem behandelnden Arzt vor Ort waren, ist eine Fernbehandlung erlaubt. Ausnahmen gibt es bislang nur im Rahmen von Modellprojekten in Baden-Württemberg.

Unter Krankenkassen, aber auch Ärzte, gibt es mittlerweile einige Fürsprecher für eine Lockerung des Fernbehandlungsverbots. „Allein mit der Begründung des Patientenschutzes ist ein striktes Verbot nicht mehr haltbar“, erklärte Franz J. Bartmann, Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holsteins, in der Oktober-Ausgabe von f&w - führen und wirtschaften im Krankenhaus. Auf dem Deutschen Ärztetag in Erfurt im Mai dieses Jahres werden sich die Delegierten mit einer Lockerung des Verbots befassen. Sollte sich dabei der Ärztetag nicht eindeutig für eine Öffnung der Berufsordnung aussprechen, werde Schleswig-Holstein eine regionale Lösung anstreben, kündigte Bartmann an.

Autor

 Hendrik Bensch

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