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KI im Krankenhaus: Dr. Algorithmus übernimmt

  • Revolutionary Hospital

Michael Dahlweid ist überzeugt: Künstliche Intelligenz ist in etlichen diagnostischen Fragen längst besser als zum Beispiel Radiologen oder Pathologen. Und sie wird auch andere Bereiche der Medizin revolutionieren. "Es wird zukünftig kein Fachgebiet und keine Industrie geben, die KI-basierte Technologien nicht einsetzen werden", schreibt der Chief Technology & Innovation Officer bei der Inselgruppe in Berlin und ehemalige Manager von GE Healthcare in der neuen Ausgabe von f&w - führen und wirtschaften im Krankenhaus.

Großes Potenzial erwartet Dahlweid vor allem in den Bereichen "Wissensverarbeitung und Wissensstrukturierung", "Diagnostische Präzision" und "Automatisierung".

Zum f&w-Fachartikel: Dr. Algorithmus übernimmt


Einsatzgebiete von KI in der Medizin

Das wohl bekannteste Fachgebiet für den Einsatz von KI-basierten Technologien in der Medizin ist die Radiologie. Doch auch in anderen Disziplinen hat die Zukunft schon begonnen: Etwa in der Onkologie, wo Presicion Medicine zuerst Fuß fassen und Realität werden wird, so prognostiziert es Dahlweid: "Komplexe genetische, epigenetische, metabolomische Daten mit Daten aus Biobanken, Molekularbiologie, Radiologie und Pathologie semantisch sinnvoll zu kombinieren."

Zum f&w-Fachartikel: Einsatzgebiete von KI in der Medizin


Skepsis vor dem Sillicon Valley

Auch Björn Menze, Informatiker an der TU München, ist davon überzeugt, dass digitalisierte Medizin die Therapie und Diagnostik komplett verändern wird. Doch viele neue intelligente Systeme kämpfen noch immer mit den Tücken einer fragmentierten Gesundheits-IT-Landschaft, fehlenden Schnittstellen und unterschiedlichen Dateiformaten. Menze, der Algorithmen zur Auswertung von biomedizinischen Bildern mithilfe von Modellen der theoretischen Physiologie und der Biophysik entwickelt, empfiehlt mehr Vereinheitlichung – und rät Klinikmanagern, bei Kooperationen mit großen Internetkonzernen auch das Kleingedruckte zu lesen. 

"Es gilt, bei allen Heilsversprechen und Marketing-Präsentationen im Hinterkopf zu behalten, dass diese Hersteller vor allem an Marktanteilen interessiert sind und bei Fragen der Technologie das Silicon-Valley-Prinzip „fake-it-until-you-make-it“ zum Tragen kommen mag", sagt er im Interview.

Zum f&w-Interview mit Professor Björn Menze: Skepsis vor dem Silicon Valley


Künstliche Intelligenz & Datenschutz: Was ist erlaubt?

Chirurgie-Roboter oder andere auf Robotik basierende Systeme, Big Data, maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz (KI) in Krankenhäusern: Im Hinblick auf Datenschutz und Datensicherheit schrillen bei vielen Anwendern, aber auch Patienten schnell die Alarmglocken. Gerade wenn es um softwaregestützte Möglichkeiten der Behandlung geht, bei welchen die zugrunde liegende Einschätzung nur zum Teil von Menschen getroffen wird, herrscht große Skepsis. Dies liegt auf der Hand, da hier zum einen sehr sensible Daten verarbeitet werden und zum anderen Maschinen in einen Bereich vordringen, der bisher überwiegend nur menschlicher Behandlung zugänglich war. Fakt ist: Der Datenschutz birgt auch für den Einsatz von Big Data, maschinellem Lernen und KI rechtliche Herausforderungen, die jedes Krankenhaus kennen sollte, schreiben Thanos Rammos und Karolina Lange von Taylor Wessing. 

Zum f&w-Fachartikel: Noch herrscht Unsicherheit


Intelligente Suchmaschinen für den Klinikeinsatz

Patienten erwarten, dass dem Arzt alle Informationen, das heißt Befunde, OP-Berichte und Bilder, über ihn vorliegen und bekannt sind. Diese Erwartungshaltung wird immer schwerer erfüllbar, denn die vorhandenen Datenmengen steigen kontinuierlich an."Wir müssen uns bereits jetzt neben der digitalen Erfassung, Speicherung und dem Austausch von Informationen auch intensiv mit der Aufbereitung befassen, um die Daten überhaupt im Sinne der optimalen Patientenbehandlung nutzen zu können", sagt Tobias Müller, Leiter der Stabsstelle Digitale Transformation bei der Rhön-Klinikum AG. Dort soll eine KI-basierte Suchmaschinen-Technologie den Ärzten helfen, wesentliche Informationen eines Patienten schnell zu finden und zu kennen. 

Zum f&w-Interview: Informationen schneller finden 


KI & Ethik: Begrenzt autonom

Maschinen können in vielen Handlungsausführungen Menschen erheblich überlegen sein, in Millisekunden Entscheidungen treffen und Berechnungen durchführen, zu denen der Mensch in diesem Rahmen niemals in der Lage wäre. Richtig eingesetzt, bedeutet dies echte Assistenz für wichtige Aufgaben. Wenngleich Maschinen keine Verantwortung übernehmen können, weil sie keine Personen sind, muss jedoch das Zusammenspiel zwischen Mensch und autonomer Maschine neu gelernt werden, weil diese Maschinen – zumindest von außen betrachtet – personenähnlich handeln. Vor ihrem Einsatz ist eine ethische Debatte über Funktionalität, Kontrolle, Haftung und Kommunikation jedoch unerlässlich, schreibt Dirk Lanzerath, Geschäftsführer des Deutschen Referenzzentrums für Ethik (DRZE) in Bonn.

Zum f&w-Kommentar von Dirk Lanzerath: Begrenzt autonom

 

 

Autor

 Florian Albert

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