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Pflege

Patientenschützer kritisieren Spahns Anwerbepläne

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Die Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn, stärker ausländische Pflegekräfte anzuwerben, sind auf Ablehnung gestoßen. „Spahn müsste als langjähriger Gesundheitsexperte eigentlich wissen, dass alle bisherigen Programme zur Anwerbung ausländischer Pflegekräfte gescheitert sind, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Für ausländische Fachkräfte sei es derzeit unattraktiv, in Deutschland in einem Pflegeberuf zu arbeiten, so Brysch. Schlechte Bezahlung, kaum Kompetenzen in medizinisch-pflegerischen Fragen und der hohe Arbeitsdruck führten dazu, dass gut ausgebildete Menschen lieber in der Schweiz, Großbritannien oder Skandinavien arbeiteten.

Auch der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach lehnte das Anwerbe-Vorhaben ab: „Wir sollten nicht anderen Ländern Pflegekräfte wegkaufen, dort fehlen sie auch bereits“, teilte er auf Twitter mit. Die Sprecherin für Pflegepolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, Kordula Schulz-Asche, rief Spahn auf, „schnellstmöglich ein umfassendes Programm für eine Pflege-Offensive“ vorzulegen.

Der Gesundheitsminister hatte in einem Interview mit der Rheinischen Post angekündigt, dass mehr Fachkräfte aus dem Ausland angeworben werden sollten. „Pflegekräfte aus unseren Nachbarländern einzuladen, ist die nächstliegende Option“, so Spahn. Er mahnte zudem an, die Anerkennung von Abschlüssen für Pflegekräfte und Ärzte zu beschleunigen. Die Qualifikationen sollten gründlich überprüft werden. Manchmal seien aber Ärzte und Pflegekräfte über Monate, teils sogar über Jahre im Land und könnten nicht loslegen, weil das Verfahren zur Anerkennung sich ziehe.

Autor

 Hendrik Bensch

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