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Statistik Bundesärztekammer

Weniger Behandlungsfehler

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Die Zahl der Verfahren in den Schlichtungsstellen zu mutmaßlichen ärztlichen Behandlungsfehlern ist 2017 leicht auf 7.307 gesunken (Vorjahr: 7.639), wie die Bundesärztekammer (BÄK) heute mitteilte. In 2.213 Fällen sei ein Behandlungsfehler attestiert worden (Vorjahr: 2.245). In 1.783 Fällen habe ein Behandlungsfehler oder eine mangelnde Risikoaufklärung den Anspruch eines Patienten auf Entschädigung begründet (Vorjahr: 1.845).

Die häufigsten Diagnosen, bei denen der Vorwurf eines Behandlungsfehlers gemacht wurde, waren laut der BÄK-Statistik Knie- und Hüftgelenkarthrosen sowie Unterschenkel- und Sprunggelenkfrakturen. „Hier nehmen Patienten Beeinträchtigungen eher wahr“, sagte Kerstin Kols, Geschäftsführerin der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern, bei der Vorstellung des Berichts. In den Krankenhäusern stehen an den vorderen Positionen die Statistik entsprechend die Fachgebiete

  • Unfallchirurgie/Orthopädie (2.108 Fälle),
  • Allgemeinchirurgie (860 Fälle) und
  • Innere Medizin (562 Fälle).

Insgesamt habe es sich bei den verhandelten Fällen zu drei Vierteln um Behandlungen in Krankenhäusern gehandelt. Andreas Crusius, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Gutachtermissionen und Schlichtungsstellen und Präsident der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, forderte auf der Pressekonferenz in Berlin, dem Prinzip der Gewinnmaximierung einen Riegeln vorzuschieben, ohne allerdings zu spezifizieren, ob er sich damit auf die niedergelassenen Ärzte oder die Krankenhäuser beziehe. Er kritisierte weiter: „Behandlungsdruck kann Behandlungsfehler begünstigen. Und trotzdem wurde in unserem Gesundheitswesen jahrelang gespart bis es quietscht.“

Autor

Dr. Stephan Balling

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