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DNA-Tests

Neue Kryptowährung zur Entschlüsselung des Erbguts

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Der Harvard-Professor George Church will mit dem von ihm neu gegründeten Unternehmen Nebula Genomics mehr Menschen dazu bringen, ihr Genom entschlüsseln zu lassen. Wie das Online-Portal „Wired“ berichtet, will Nebula Genomics die DNA-Analyse mit der Blockchain-Technik verbinden und so die Scheu von Menschen reduzieren, ihr Erbgut sequenzieren zu lassen. Oftmals verhinderten Sorge um die Privatsphäre, dass Menschen sich dazu entschlössen. Die Blockchain-Technik dient der Verschlüsselung und Anonymisierung von Daten.

Wer sein Genom testen lasse, bekomme die Möglichkeit, dem Nebula-Netzwerk beizutreten, berichtet „Wired“. Dort könne man dann entscheiden, wem man Teile seines Genoms verkaufen wolle – oder gleich den gesamten Datensatz der eigenen DNA. Interessierte Käufer sollen wiederum in einer Datenbank nach bestimmten Merkmalen suchen können. Für den Handel habe das Start-up eine eigene Krypto-Währung geschaffen, den Nebula-Token. Alle Transaktionen liefen über die Blockchain. Menschen, die für die medizinische Forschung interessant sein könnten, weil sie einen interessanten Phänotyp besäßen (zum Beispiel wegen einer bestimmten Krankheit), sollten sich den Gentest sogar von einer Firma finanzieren lassen können, berichtet das Portal unter Verweis auf ein „White Paper“ der Firma.

Im Interview mit dem Magazin erklärt Church, weshalb er mehr Menschen dazu bewegen will, ihr Erbgut sequenzieren zu lassen: „Etwa fünf Prozent der Babys werden mit schweren Erbkrankheiten geboren. Vieles davon wäre vermeidbar, wenn alle Menschen ihr Genom kennen würden.“ So führe beispielsweise ein Fehler im Erbgut nicht immer dazu, dass der Träger krank werde. Erst wenn beide Elternteile den gleichen Fehler in der DNA aufwiesen, bekomme das Kind die Krankheit. Auch die Effektivität von Medikamenten könne durch individuelle genetische Abweichungen beeinflusst werden. Bei anderen Krankheiten könnten Ärzte besser präventiv handeln, wenn sie die genetischen Risiken ihrer Patienten kennen würden.

Autor

Dr. Stephan Balling

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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