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Behandlungsfehler

Patientenbeauftragte: Beweismaß soll abgesenkt werden

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Die kommissarische Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Ingrid Fischbach (CDU), hat sich dafür ausgesprochen, die Regeln für den Nachweis eines Behandlungsfehlers zu überprüfen. „Um für einen gerechten Ausgleich zwischen Patienten und Behandlern zu sorgen, sollte das Beweismaß für den Ursachenzusammenhang zwischen Fehler und Gesundheitsschaden auf die überwiegende Wahrscheinlichkeit abgesenkt werden“, sagte Fischbach als Reaktion auf die Behandlungsfehlerstatistik der Bundesärztekammer (BÄK).

Es sei wichtig, dafür zu sorgen, dass Patienten, die Opfer eines Behandlungsfehlers wurden, ihre Ansprüche auf Schadenersatz und Schmerzensgeld auch durchzusetzen können, so Fischbach. „Patienten schildern mir aber zu oft, dass sie darauf verzichten wollen, solche Ansprüche geltend zu machen, weil sie davon ausgehen, ein solches Verfahren nicht gewinnen oder nicht durchstehen zu können.“ Deswegen sollten die Nachweisregeln überprüft werden. Bislang müssen Patienten belegen, dass der Behandlungsfehler zweifelsfrei Ursache für einen erlittenen Schaden war. Bereits Fischbachs Vorgänger, Karl-Josef Laumann (CDU), hatte sich für Änderungen ausgesprochen.

Laut der BÄK-Statistik ist die Zahl der festgestellten Behandlungsfehler im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Fischbach mahnte nun, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen. „Alle Beteiligten müssen weiter mit Nachdruck daran arbeiten, die Qualität und auch die Transparenz über die Qualität der Versorgung zu stärken. Denn jeder Fehler ist ein Fehler zu viel.“

Autor

 Hendrik Bensch

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