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Öffentlicher Dienst

Verdi organisiert bundesweit Warnstreiks an Kliniken

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Vor der dritten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst am kommenden Wochenende hat die Gewerkschaft Verdi für die kommenden Tage auch Warnstreiks an mehreren Kliniken angekündigt. So sind morgen beispielsweise die SLK Kliniken Heilbronn betroffen, teilte die Gewerkschaft mit. In Hessen sind unter anderem die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Krankenhäuser und psychiatrischen Kliniken in Hadamar, Idstein, Limburg, Weilburg, Weilmünster und im Rheingau aufgefordert, ihre Arbeit niederzulegen. In Bayern trifft es laut Bayerischem Rundfunk das Klinikum in Kempten.

„Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt“, erklärte der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske den Streikaufruf. Der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle, äußerte hingegen Unverständnis für die Warnstreiks. „Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass in der bevorstehenden dritten Runde ein gemeinsamer Kompromiss gefunden werden kann“, so Böhle. „Deshalb verstehen wir auch nicht den Sinn der bundesweiten Streikaktionen – abgesehen von der Öffentlichkeitsarbeit der Gewerkschaften in eigener Sache.“

Verdi fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Darüber hinaus möchte die Gewerkschaft erreichen, dass die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat erhöht werden. Außerdem sollen Auszubildende nach den Vorstellungen von Verdi nach einem erfolgreichen Abschluss verpflichtend übernommen werden. Die VKA sieht als wesentlichen Knackpunkt bei den Verhandlungen derzeit die Forderung nach einem Mindestbetrag von 200 Euro.

Autor

 Hendrik Bensch

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