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Städtische Kliniken

Köln: Lovenfosse-Gehrt freigestellt – Verbund fraglich

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Der Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln, Roman Lovenfosse-Gehrt, ist entlassen worden. Er sei mit sofortiger Wirkung von seinen Pflichten freigestellt worden, teilten der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Paetzold und die Stadtkämmerin Gabriele Klug am Freitagabend mit. Kurz zuvor hatte sich der Finanzausschuss des Stadtrats in einer nichtöffentlichen Sondersitzung mit der Personalie befasst, nachdem sich Anfang vergangener Woche der Aufsichtsrat für die Entlassung ausgesprochen hatte.

Hintergrund für die Entscheidung sind die finanziellen Probleme der Kölner Kliniken. Die Häuser schreiben seit Jahren rote Zahlen. Laut Kölner Stadt-Anzeiger wird das Minus für das vergangene Jahr bei mindestens acht Millionen Euro liegen. Wegen sinkender Patientenzahlen, Wertberichtigungen für ein Tochterunternehmen sowie Forderungen gegenüber dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) sind in den vergangenen Jahren zudem wirtschafliche Risiken in Millionenhöhe entstanden

Für Lovenfosse-Gehrt soll „kurzfristig“ eine Interimsgeschäftsführung gefunden werden, teilten Klug und Paetzold mit. Bis dahin werden der Klinische Direktor Horst Kierdorf sowie der Direktor Finanzen, Daniel Brozowski, die Geschäfte leiten. Sie werden dabei mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zusammenarbeiten. Die Wirtschaftsprüfer werden zudem ein Sanierungsgutachten erstellen.

Möglicherweise wird sich die finanzielle Lage auch auf den geplanten Zusammenschluss der städtischen Kliniken mit dem Universitätsklinikum auswirken. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, hat sich die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) gegen eine Kooperation ausgesprochen. Neun von zehn CDU-Ratsmitgliedern seien gegen einen Zusammenschluss, sagte Franz-Xaver Corneth, Mitglied des CDA-Bundesvorstands, der Tageszeitung. Damit würde es im Stadtrat keine Mehrheit mehr für die Kooperation geben.

Autor

 Hendrik Bensch

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