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Digitalisierung

TK stellt elektronische Gesundheitsakte vor

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Die Techniker Krankenkasse (TK) geht bei der Entwicklung der eigenen elektronischen Gesundheitsakte den nächsten Schritt. Nach den ersten Tests können sich nun Versicherte der Krankenkasse für einen erweiterten Anwenderbetrieb bundesweit anmelden, wie die TK heute in Berlin mitteilte. Zum Start werden auch 16 Kliniken des christlichen Gesundheitskonzerns Agaplesion angebunden sein. Zudem hätten Klinikbetreiber mit mehr als der Hälfte der Krankenhausbetten in Deutschland erklärt, ebenfalls künftig mitzumachen.

Auf den sogenannten TK-Safe mit den Gesundheitsdaten können die Versicherten mit ihrem Smartphone über die App der Krankenkasse zugreifen. Mithilfe des Angebots können Versicherte alle Daten, die über sie bei der Krankenkasse vorliegen, in ihre Akte laden. Das kann beispielsweise die Impfhistorie, eine Liste der verschreibungspflichtigen Medikamente oder Arztbefunde inklusive Diagnosen sein. Nutzer können die Informationen zudem selber Daten ergänzen. So können sie beispielsweise freiverkäufliche Medikamente per Barcodescanner hinzufügen. Versicherte, die im Krankenhaus waren, bekommen ihre Entlassungsdokumente auf Wunsch aus der Krankenhaus-Software direkt in ihre Gesundheitsakte übertragen. Bis Ende dieses Jahres sollen alle TK-Versicherten das Angebot nutzen können.

Nach den Vorstellungen der TK soll es perspektivisch keine unterschiedlichen Akten von unterschiedlichen Kassen geben. „Wir müssen dafür sorgen, dass es einen Standard gibt“, sagte der TK-Vorstandsvorsitzende Jens Baas. Es liefen deswegen Gespräche mit anderen Krankenkassen. Gemeinsam sollen die unterschiedlichen Ansätze zusammengebracht werden, sodass daraus ein „gemeinsames Produkt“ entsteht, so Baas. Derzeit arbeitet unter anderem die AOK an einer elektronischen Gesundheitsakte. Es solle dadurch keinen Wettbewerb um eine Akte geben, so Baas. Stattdessen wünscht er sich einen Wettbewerb zu den Anwendungen, die die Akte ermögliche. Er denkt dabei beispielsweise an das Versorgungsmanagement von Blutzuckererkrankten. Sobald die Telematikinfrastruktur an den Start geht, werde TK-Safe mit dem elektronischen Patientenfach kompatibel sein, teilten die Krankenkassenvertreter zudem mit.

Bei der Gesundheitsakte arbeitet die TK mit IBM Deutschland zusammen. Mit Blick auf die Sicherheit sind die Versichertendaten von TK und IBM Deutschland dreifach gesichert. Die Akte kann ausschließlich auf einem registrierten Smartphone mit dem persönlichen Passwort innerhalb der TK-App eingesehen werden. Die Daten sind laut TK-Angaben so verschlüsselt, dass ausschließlich der Nutzer auf seinem Smartphone die entschlüsselten Informationen sehen kann. Die Daten werden in einem Rechenzentrum in Deutschland gespeichert.

Autor

 Hendrik Bensch

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