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Nanobots und Ninja-Polymere im menschlichen Körper

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Herzen aus dem 3D-Drucker, Nanobots, die Krebszellen bekämpfen, und sogenannte Ninja-Polymere als synthetische Bakterienkiller. Wissenschaftler aus Hongkong, Kanada und den USA verknüpfen Biologie und Technologie für eine Medizin der Zukunft. Wie die Online-Ausgabe des Nachrichtensenders BBC berichtet, arbeitet die Firma Novoheart daran, aus Stammzellen bio-artifizielle Herzen herzustellen. Für die „hearts in a jar“, eine Miniversion des menschlichen Herzens, werden dem Unternehmen nach nur 2,5 Milliliter Blut benötigt. Das geklonte Herz soll wie das normale menschliche Organ schlagen und auf Medikamente reagieren können. Auf diese Weise sollen die Arzneimittelentwicklung verbessert und Transplantationsmedizin vorangebracht werden. Laut BBC-Bericht sei über 3D-Drucker die Herstellung lebenden Gewebes möglich, etwa für Hauttransplantationen oder Knorpel. In den nächsten zehn bis 15 Jahren sollen demnach die ersten Bioprint-Materialen als implantierbare Gewebetherapeutika zugelassen sein.

In einem weiteren Projekt haben Wissenschaftler der Arizona State University, USA, in Zusammenarbeit mit Forschern des National Centre for Nanoscience and Technology an der Chinese Academy of Sciences kürzlich Nanobots programmiert, die Tumore schrumpfen lassen, indem sie deren Blutversorgung unterbrechen. Diese Nanobots sind nicht maschinell, sondern dem Bericht zufolge als „DNA Origami“ konstruiert, einer Technik, um DNA zu falten.

Wie BBC.com weiter berichtet, entwickelten Forscher von IBM Research Almaden in Kalifornien, USA, in Zusammenarbeit mit dem Singapore's Institute of Bioengineering and Nanotechnology der Agency for Science ein synthetisches Molekülpolymer, das fünf tödliche Arten von multiresistenten Bakterien abtötet. Das Polymer bindet sich an das infektiöse Material, dringt in die äußere Membran ein und verwandelt die Flüssigkeit im Inneren der Bakterien in festes Material. Diese haben keine Zeit, sich zu vermehren und Resistenzen weiterzugeben. Nach Angaben der Wissenschaftler ließe sich diese Technologie auch für eine schonende Krebstherapie einsetzen.

Autor

 Mark Sleziona

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