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VKD-Jahrestagung

Düllings: Psych-Entgeltsystem könnte Vorbild für DRG-Reform sein

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Zum Auftakt der Jahrestagung des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) hat Präsident Josef Düllings heute in Lübeck eine Reform der Krankenhausfinanzierung angemahnt, um eine Überlastung des stationären Gesundheitssystems zu vermeiden, wenn die Generation der Babyboomer ab 2020 in die behandlungsrelevanten Altersjahrgänge komme. Konkret kritisierte Düllings Krankenversicherungen und deren Medizinische Dienste (MDK), die viele von den Kliniken erbrachten Leistungen „herausprüfen“. Diese Strategie „unterhalb des politischen Radars“ sei Resultat einer an vielen Stellen nicht mehr übereinstimmenden Rechts- und Versorgungslage. In manchen Regionen fände keine KV-Notfallversorgung mehr statt. Hier gingen Kliniken in Vorleistung, ohne die entsprechende Finanzierung zu erhalten. 

Düllings, der in den Kliniken „einen gewissen Vertrauensverlust in das DRG-System“ konstatiert, nannte zudem das Entgeltsystem für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen als mögliches Vorbild für eine Reform des DRG-Systems. Mit einem Budget ließe sich sicherstellen, dass vereinbarte Leistungsmengen auch tatsächlich im Krankenhaus ankämen.

Zum Auftakt der Tagung, die am 3. und 4.Mai in Lübeck stattfindet, hatte der neue Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Thomas Gebhard, das Ziel formuliert, mehr Menschen für eine berufliche Tätigkeit im Krankenhaus zu gewinnen. „Das Thema Arbeitsbedingungen wird eines der ganz zentralen der kommenden Monate und Jahre.“ Die Ausweitung von Personaluntergrenzen auf alle bettenführenden Abteilungen eines Krankenhauses bezeichnete Gebhard als „ein ganz wichtiger Schritt, den wir definitiv gehen werden“.
 

Autor

 Florian Albert

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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