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Pflege

Verdi fordert Nachbesserungen bei Ausbildungsverordnung

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Die geplante Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflege muss nach Ansicht der Gewerkschaft Verdi in mehreren Punkten geändert werden. Die Gewerkschaft hält unter anderem Regelungen zur Zwischenprüfung und zu Jahreszeugnissen für problematisch, erklärte Verdi anlässlich einer Verbändeanhörung zum Referentenentwurf für die Verordnung am Freitag. Die Verordnung ist Teil der Reform der Ausbildung in der Pflege hin zu einem generalistischen Berufsbild.

Sylvia Bühler, Mitglied im Verdi-Bundesvorstand, nannte die geplanten Vorgaben zur Zwischenprüfung und zu Jahreszeugnissen „abwegig“. „Diesen bürokratischen Aufwand braucht niemand“, so Bühler. Auszubildende würden so unter ständigem Prüfungsdruck stehen. Mit Blick auf die Zwischenprüfung hält Verdi auch einen anderen Punkt für kritisch: Den Ländern soll ermöglicht werden, über die Zwischenprüfung die bis dahin erworbenen Kompetenzen einer Pflegeassistenz- oder -helferausbildung gleichzusetzen. Auf diese Weise würden die privaten Arbeitgeberverbände eine Anrechnung auf die Fachkraftquote in der Altenpflege erreichen wollen, so Bühler.

Kritisch sieht Verdi auch das Leitbild für die Pflege, das dem Entwurf zugrunde liege. Es sei stark auf eine Arbeitsteilung im Pflegeprozess ausgerichtet. Pflegefachkräfte müssten stärker den Pflegeprozess planen und evaluieren. Die Beschäftigen aus Pflegeassistenzberufen hingegen würden stärker die eigentliche Pflegearbeit übernehmen. „Die Meisten wählen den Beruf, weil sie nah am Menschen sein wollen“, so Bühler. „Statt die pflegerische Arbeit immer weiter aufzuspalten, müssen die Pflegeberufe insgesamt aufgewertet werden.“

Autor

 Hendrik Bensch

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