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Pflege

Personaluntergrenzen: Monatsdurchschnittswerte für Erfassung geplant

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Die Verhandlungen zur Festlegung von Personaluntergrenzen in pflegesensitiven Bereichen in Krankenhäusern kommen voran. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der GKV-Spitzenverband haben sich für die Erfassung bei dem Thema auf Monatsdurchschnittswerte geeinigt, teilte die DKG mit. Diese sollen am Ende eines Quartals „transparent gemacht werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Zudem sollen die Tage angegeben werden, an denen die Personaluntergrenzen nicht erreicht wurden.

Eine schicht- und tagesgenaue Erfassung des Personals und des Pflegebedarfs der Patienten für Sanktionierungen, die auf Tagesabweichung abstellen, sei nicht sinnvoll. Dies wäre „ein bürokratischer Gau“ und hätte „das Potenzial, die Krankenhausversorgung in Deutschland lahmzulegen“, erklärte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Denn falls unerwartet mehr Patienten kämen oder Personal ausfalle, müssten Patienten abgewiesen werden.

Mit der Einigung auf die Erfassung sei nun eine wichtige Hürde für den Start des Systems in 2019 genommen worden, so Baum. Er zeigte sich zudem optimistisch, dass über die derzeit laufenden Erhebungen in den Krankenhäusern aus den tatsächlichen Personalbesetzungen bis Ende Juni Untergrenzen für Tages- und Nachtschichten festgelegt werden können.

Kritik am derzeitigen Beratungsstand kam von Vertretern von Patientenorganisationen, der Gewerkschaft Verdi und des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Ihrer Einschätzung nach werde das voraussichtliche Ergebnis „dem Ziel nicht gerecht, die pflegerische Versorgung in deutschen Krankenhäusern und die Arbeitssituation der Pflegekräfte spürbar zu verbessern“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Untergrenzen, die „ausschließlich“ darauf abzielten, akute Patientengefährdung zu verringern, würden nicht dem Anspruch gerecht, eine bedarfsgerechte Pflege zu ermöglichen. Zudem beklagten die Organisationen, dass ihre Vorschläge, Kritikpunkte und Forderungen nicht einbezogen worden seien.

DKG-Hauptgeschäftsführer Baum entgegnete, solange die Organisationen ein anderes Ziel verfolgten, als der Gesetzgeber mit den Personaluntergrenzen vorgegeben habe, könne eine Verständigung nicht erreicht werden. „Die Forderung nach Personalvorgaben für eine bedarfsgerechte Pflege ist mit der gesetzlichen Vorgabe zur Einführung von Personaluntergrenzen zur Vermeidung von Gefährdungssituationen nicht zu vereinbaren.“

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