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Gutachten

Reha-Vergütung nicht ausreichend

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Das aktuelle Vergütungsniveau für Leistungen in der Rehabilitation ist laut einer Studie deutlich zu niedrig. Das hat ein Gutachten der Arbeitsgemeinschaft Medizinische Rehabilitation SGB IX (AG MedReha) ergeben. In der AG haben sich Spitzenverbände der Leistungserbringer in der medizinischen Rehabilitation zusammengeschlossen. Dem Gutachten zufolge liegen die Vergütungssätze im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung bis zu 30 Prozent unter den Werten, die notwendig wären, um die Strukturanforderungen der Krankenkassen zu erfüllen. „Damit wird deutlich, dass sich die Rehabilitationseinrichtungen in einer chronischen Unterfinanzierung befinden“, kritisieren die Spitzenverbände der Leistungserbringer.

Für das Gutachten hat die aktiva – Beratung im Gesundheitswesen GmbH im Auftrag der AG MedReha die Strukturanforderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation als Ausgangspunkt genommen. Die Verbände der Krankenkassen haben diese Anforderungen mit anderen Rehabilitationsträgern gemeinsam beschlossen. Sie sind etwa für die Personalausstattung in den Reha-Einrichtungen maßgeblich. Auf dieser Basis haben die Gutachter die notwendigen Tagessätze für einzelne Patientengruppen berechnet. Für die stationäre orthopädische Rehabilitation ermittelten sie einen Vergütungssatz von 164 Euro pro Belegungstag. Der kalkulierte Vergütungssatz für die kardiologische Reha beträgt 157 Euro. Für die stationäre geriatrische Rehabilitation sind es 265 Euro pro Belegungstag.

Da die ermittelten Werte weit unterhalb der tatsächlichen Vergütung liegen, fordert die AG MedReha, die Vergütungssätze zügig anzupassen. „Durch ihre bisherige Vergütungspolitik trocknen die Krankenkassen die Reha stattdessen aus und riskieren den Abbau notwendiger Angebotsstrukturen“, kritisieren die Verbände. 

Autor

 Hendrik Bensch

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