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Organspende

Transplantationsbeauftragter wird in Hamburg Pflicht

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Kliniken in Hamburg müssen künftig besonders qualifizierte Transplantationsbeauftragte bestimmen und die Gesundheitsbehörde über mögliche und tatsächliche Organentnahmen informieren. Das sieht ein neues Landesgesetz vor, das die Hamburger Bürgerschaft beschlossen hat. Mithilfe der Maßnahmen will die Landesregierung die Zahl der Organspenden deutlich steigern.

Die 22 Krankenhäuser in Hamburg müssen künftig mindestens einen Transplantationsbeauftragten bestellen. Er ist für die Organisation und Dokumentation von Organspenden federführend verantwortlich. Größere Häuser müssen künftig mindestens zwei Transplantationsbeauftragte einsetzen. Dabei gilt, dass eine Person pro 100 Intensivbetten von anderen Aufgaben freigestellt werden muss. Auf diese Weise soll der Transplantationsbeauftragte seinen Aufgaben nachkommen können.

Transplantationsbeauftragte müssen Fachärzte sein. Sie müssen mindestens drei Jahre in der Intensivmedizin gearbeitet oder die Zusatzweiterbildung Intensivmedizin absolviert haben. Unter bestimmten Voraussetzungen können aber auch Pflegekräfte die Aufgaben übernehmen.

Mit dem neuen Landesgesetz führt Hamburg auch eine Berichtspflicht für die Krankenhäuser ein. Die Hamburger Gesundheitsbehörde wird die Informationen veröffentlichen. Darüber hinaus können Vertreter der Gesundheitsbehörde oder beauftragte Sachverständige an den Transplantationskonferenzen der Transplantationszentren teilnehmen.

Laut Informationen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) sterben in Hamburgs Kliniken jährlich etwa 1.500 Personen, die möglicherweise für eine Organspende in Betracht kämen. 36 Prozent der Bevölkerung haben einen Organspendeausweis. 2017 wurden in Hamburg jedoch nur von 24 Personen Organe für eine Spende entnommen. „Dieser Diskrepanz wirkt das neue Landesgesetz mit klaren Vorgaben zur Präzision von Abläufen beim Organspendeprozess entgegen“, so die Hamburger Gesundheitsbehörde.

Autor

 Hendrik Bensch

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