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Personaluntergrenzen sind da - Hausaufgaben bleiben

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Damit hatten wohl die wenigsten gerechnet: Auf Vermittlung des Bundesgesundheitsministeriums ist Bewegung in das Thema Personaluntergrenzen gekommen. Anhand eines Drei-Stufen-Konzepts soll nun bis Ende 2020 ein differenziertes System für pflegeintensive Bereiche im Krankenhaus umgesetzt werden. Mit den Mindestbesetzungsquoten ist allerdings für die Pflege und die Patienten noch nicht viel erreicht. Denn weder stehen die Pflegekräfte jetzt zur Einstellung Schlange, noch ist die Anerkennung ihrer Arbeit durch die Besetzungsquoten deutlich angestiegen.

Allerdings ist klar: Seit dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung steht das Thema Pflege weit oben auf der Agenda – für die Alten-  wie für die Gesundheitspflege. Mindestbesetzungsquote, 13.000 neue Pflegestellen, neues Pflegeberufsgesetz – an vielen einzelnen Stellschrauben wird im Moment gedreht.

Auch wenn dies manchmal etwas aktionistisch wirkt: Zurückdrehen lassen sich diese Stellschrauben wohl nicht mehr. Dies bedeutet für die Krankenhäuser nun, zu agieren statt nur zu reagieren. Denn die neueste Studie zum Stand und zur Umsetzung des Controllings in Krankenhäusern zeigt wieder einmal, dass langfristige Steuerung auch im Personalmanagement eher Fehlanzeige ist.

Gerade aber bei der wichtigsten Ressource, dem Personal, muss endlich eine differenzierte Planung der Standard sein. Dies etwa nicht, um am Ende den Nachweis erbringen zu können, dass die gesetzlich geforderten Personalmengen umgesetzt sind, sondern, um die eigenen Bedarfe im Haus zu kennen und für eine lang-, mittel- und kurzfristige passende Personaldecke zu sorgen. Dazu gehören entsprechende Ausbildungs-, Anwerbungs- und Bindungsprogramme genauso wie eine ständig aktuelle Personalplanung und Dokumentation. Je weniger geplant das Personal fluktuiert, desto teurer ist es und desto mehr leidet in der Regel auch die Qualität. So ist Personalcontrolling zugleich wirtschaftliche und qualitative Steuerung.

Autor

Prof. Dr. Björn Maier

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