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Medizin

Gürkan: Mehr Arbeitsteilung statt Ausbildungskapazitäten

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Mehr Studienplätze in der Medizin, neue Universitätsstandorte: Ideen wie diese haben Konjunktur, um den vermeintlichen Ärztemangel hierzulande zu lindern. In der neuen Ausgabe von f&w spricht sich Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg, gegen derlei Pläne aus. Sie bestreitet sogar grundsätzlich, dass es einen Ärztemangel gibt: „Wir haben nicht zu wenig Mediziner. Im Gegenteil hat Deutschland eine im internationalen Vergleich sehr hohe Arztdichte. Aber: Die Verteilung ist schlecht organisiert“, so Gürkan in der Kolumne „Vorstandsvorlage“.

Zudem müsse man sich neben einer besseren Verteilung des Personals mit einer anderen Aufgabenverteilung zwischen den Gesundheitsberufen befassen. „Wir bilden inzwischen im großen Stil akademischen Nachwuchs aus, daher muss nun endlich auch die Aufgabendelegation oder Substitution in der Pflege, der Geburtshilfe oder bezüglich der Physician Scientists konsequent geregelt werden“, so Gürkan. Kurz- und mittelfristig sei eine flächendeckende Verbesserung der Versorgung – auch ohne zusätzliche Studienplätze – möglich, etwa durch eine Stärkung des ambulanten Sektors und der Allgemeinmedizin, die Implementation der digitalen Medizin und Telemedizin sowie neue Netzwerke zwischen Maximalversorgern und regionalen Krankenhäusern.

Erst im Mai hatte der 121. Deutsche Ärztetag den Landesregierungen empfohlen, die Zahl der Medizin-Studienplätze auf 17.000 jährlich zu erhöhen. 

Autor

 Florian Albert

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