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Studie

Private Kliniken schneiden wirtschaftlich besser ab

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Private Kliniken erzielen laut einer Studie bei mehreren wirtschaftlichen Kennziffern bessere Ergebnisse als freigemeinnützige oder öffentlich-rechtliche Krankenhäuser. Laut der Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Hochschule Fresenius sind Krankenhäuser in privater Trägerschaft im Durchschnitt deutlich ertragskräftiger. Sie zahlen zudem mehr Steuern als Krankenhäuser in anderer Trägerschaft. Bei der Zufriedenheit der Patienten liegen sie gleichauf mit Kliniken von freigemeinnützigen oder öffentlich-rechtlichen Trägern, heißt es in der Studie, die im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken entstanden ist.

Laut der Untersuchung lagen die privaten Kliniken im Jahr 2016 bei der Ertragskraft vorne. Ihre EBITDA-Marge ohne Fördermittel betrug im Durchschnitt 12,9 Prozent der Gesamterlöse. Bei den freigemeinnützigen waren es 4,8 Prozent, bei den kommunalen 3,8 Prozent. Zudem waren bei den Privaten 94 Prozent investitionsfähig und konnten damit ihre Unternehmenssubstanz nachhaltig erhalten. Bei den kommunalen Kliniken traf das auf 66 Prozent, bei den freigemeinnützigen auf 79 Prozent zu. Zudem zahlten die privaten Kliniken 2016 mit rund 182 Millionen Euro mehr Gewinnsteuern als die anderen Träger. Bei den kommunalen waren es 28 Millionen Euro, bei den freigemeinnützigen 19 Millionen Euro.

Keine bedeutenden Unterschiede gab es hingegen bei der Patientenzufriedenheit. Sie war laut Befragungen der Techniker Krankenkasse für alle Träger ähnlich hoch. Bei der Zahl der Vollkräfte im Pflegedienst je 1.000 Fälle lagen die privaten Kliniken hingegen im Jahr 2015 mit 14,8 Vollkräften hinter den kommunalen Kliniken (15,7), aber noch vor den freigemeinnützigen (14,6). Insgesamt haben private Krankenhäuser in den vergangenen Jahren ihren Marktanteil weiter erhöht. Bezogen auf die Anzahl der Versorgungskrankenhäuser stieg er zwischen 2006 und 2015 um 6,7 Prozentpunkte. 

In die Untersuchung sind Daten von fast 1.500 Versorgungskrankenhäusern eingeflossen. Psychiatrische oder psychotherapeutische Krankenhäuser, reine Tages- und Nachtkliniken sowie Universitätskliniken wurden nicht einbezogen.

Autor

 Hendrik Bensch

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