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Baden-Württemberg

Kliniken wappnen sich für Terroranschläge

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Große Krankenhäuser in Baden-Württemberg haben eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, in der sich Klinikvertreter zum Vorgehen bei terroristischen Anschlägen austauschen wollen. Die Kliniken wollen dabei Qualitätsindikatoren für den Ablauf in solchen Fällen entwickeln. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich aus Vertretern der großen Krankenhäuser in Baden-Württemberg sowie weiterer sicherheitsrelevanter Institutionen des Landes zusammen. „Die Gründung der AG war ein entscheidender erster Schritt, um für die Kliniken in Baden-Württemberg ein noch besser koordiniertes und systematisches Vorgehen im Terrorfall zu erarbeiten“, erklärte Ernst Pfenninger, 1. Sprecher der Arbeitsgemeinschaft und Leiter der Stabsstelle Katastrophenschutz am Universitätsklinikum Ulm.

Vier Arbeitsgruppen sollen in den kommenden Monaten Standards erarbeiten. Dabei soll es unter anderem um die Beurteilung von Verletzten, Sicherheitsaspekte der Kliniken sowie die anästhesiologische und chirurgische Erstversorgung gehen. Die Ergebnisse sollen im Idealfall als Grundlage für landeseinheitliche Qualitätsstandards dienen. In einem halben Jahr wollen die Beteiligten in Ludwigsburg erste Ergebnisse besprechen.

Hintergrund der Sicherheitskonferenz ist die steigende Terrorgefahr durch IS-Kämpfer, die nach Deutschland zurückkehren. Das Landeskatastrophenschutzgesetz in Baden-Württemberg schreibt vor, dass Krankenhäuser selbstständig für einen Katastrophen- oder Terrorfall vorsorgen müssen. Hierzu wurde bereits im vergangenen Jahr in Ulm eine Kooperation gestartet, in der sich die sicherheitsrelevanten Institutionen in Ulm organisieren. „Wir freuen uns, die positiven Erfahrungen, die wir mit dem Modell der Klinikübergreifenden Sicherheitskonferenz in Ulm gemacht haben, jetzt auf Baden-Württemberg auszuweiten“, sagte Udo X. Kaisers, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Ulm.

Wie sich Kliniken auf unterschiedliche Katastrophenfälle vorbereiten können, wird auch Thema der kommenden Ausgabe des Fachmagazins f&w sein. In der Ausgabe wird unter anderem Dietmar Pennig, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, analysieren, ob deutsche Krankenhäuser auf einen terroristischen Anschlag vorbereitet sind. 

Autor

 Hendrik Bensch

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