250
Passwort vergessen

Baden-Württemberg

Kliniken wappnen sich für Terroranschläge

  • News des Tages

Große Krankenhäuser in Baden-Württemberg haben eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, in der sich Klinikvertreter zum Vorgehen bei terroristischen Anschlägen austauschen wollen. Die Kliniken wollen dabei Qualitätsindikatoren für den Ablauf in solchen Fällen entwickeln. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich aus Vertretern der großen Krankenhäuser in Baden-Württemberg sowie weiterer sicherheitsrelevanter Institutionen des Landes zusammen. „Die Gründung der AG war ein entscheidender erster Schritt, um für die Kliniken in Baden-Württemberg ein noch besser koordiniertes und systematisches Vorgehen im Terrorfall zu erarbeiten“, erklärte Ernst Pfenninger, 1. Sprecher der Arbeitsgemeinschaft und Leiter der Stabsstelle Katastrophenschutz am Universitätsklinikum Ulm.

Vier Arbeitsgruppen sollen in den kommenden Monaten Standards erarbeiten. Dabei soll es unter anderem um die Beurteilung von Verletzten, Sicherheitsaspekte der Kliniken sowie die anästhesiologische und chirurgische Erstversorgung gehen. Die Ergebnisse sollen im Idealfall als Grundlage für landeseinheitliche Qualitätsstandards dienen. In einem halben Jahr wollen die Beteiligten in Ludwigsburg erste Ergebnisse besprechen.

Hintergrund der Sicherheitskonferenz ist die steigende Terrorgefahr durch IS-Kämpfer, die nach Deutschland zurückkehren. Das Landeskatastrophenschutzgesetz in Baden-Württemberg schreibt vor, dass Krankenhäuser selbstständig für einen Katastrophen- oder Terrorfall vorsorgen müssen. Hierzu wurde bereits im vergangenen Jahr in Ulm eine Kooperation gestartet, in der sich die sicherheitsrelevanten Institutionen in Ulm organisieren. „Wir freuen uns, die positiven Erfahrungen, die wir mit dem Modell der Klinikübergreifenden Sicherheitskonferenz in Ulm gemacht haben, jetzt auf Baden-Württemberg auszuweiten“, sagte Udo X. Kaisers, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Ulm.

Wie sich Kliniken auf unterschiedliche Katastrophenfälle vorbereiten können, wird auch Thema der kommenden Ausgabe des Fachmagazins f&w sein. In der Ausgabe wird unter anderem Dietmar Pennig, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, analysieren, ob deutsche Krankenhäuser auf einen terroristischen Anschlag vorbereitet sind. 

Autor

 Hendrik Bensch

Zur Übersicht

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche

Unsere Zeitschriften

f&w

Pflege und Krankenhausrecht

Meinung: Orientierungswert

Orientierungswert von Bernadette Rümmelin

Wiedereinführung der Monistik – veraltete Idee für eine neue Zeit

  • News des Tages

Orientierungswert von Heinz Lohmann

Der Wandel erfasst alle! Mich etwa auch?

  • Orientierungswerte

Orientierungswert von Susanne Müller

MVZ-Debatte: Ein Anschlag auf die Verhältnismäßigkeit

  • News des Tages

Empfehlung der Redaktion

Im Tuk-Tuk-Stau vor der Klinik: Unsere große Reportage von der Vordenkerreise 2018 nach Indien.

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich